Wolfgang Jüttner Gast beim ersten Sonntagsgespräch

Der Vorsitzende des SPD-Ortsverbandes Walter Wilke (rechts) konnte beim ersten Sonntagsgespräch im Amtsgarten den ehemaligen niedersächsischen Umweltminister Wolfgang Jüttner (2. v. r.) begrüßen. Foto: L. Irrgang

Quartalsweise sollen SPD- Gesprächsrunden zu aktuellen Themen stattfinden

Bissendorf (ig). Es war das erste Sonntagsgespräch des SPD- Ortsverbandes Bissendorf- Wennebostel in dem schönen Ambiente des Amtsgartens. „Wir möchten mit diesen Gesprächen das Interesse der Bürgerinnen und Bürger für die Politik wieder verstärkt wecken“, so Pressesprecher Reiner Fischer. Quartalsweise seien die Gesprächsrunden zu aktuellen Themen geplant, so der Ortsverbandsvorsitzende Walter Wilke, „als offene Veranstaltungen für jeden Interessierten.“ Bei der Auftaktveranstaltung am vergangenen Sonntag konnte Wilke mit Wolfgang Jüttner den ehemaligen Umweltminister von Niedersachsen zu einem aktuellen Thema begrüßen. Mit mehr als 20 Diskussionsteilnehmern sprach der Landtagsabgeordnete Jüttner zum Thema „Atomausstieg und Energiekonsens“. Er sei mit dem Gesamtthema schon lange Zeit sehr vertraut, betonte Jüttner, die Katastrophe in Japan habe bei ihm jedoch Trauer und auch Wut hervorgerufen. „Denn genau die Leute, die mich vor 25 Jahren wegen dem Thema Atomausstieg beschimpft haben, sollen heute die Erfinder des Atomausstiegs sein.“ Viel wichtiger als die Frage nach einem Datum für den Ausstieg sei die Frage nach dem Einstieg „in das Energiesparen und den Ausbau der erneuerbaren Energien.“ Hierbei dürften jedoch die wirtschaftlichen Vorraussetzungen nicht gefährdet werden, eine Veränderung der Energiebereitstellung könne jedoch gerade auch Arbeitsplätze schaffen, Jüttner nannte hier das Beispiel eines Windernergieanlagenherstellers aus Aurich, der bei Gründung knapp 80 Beschäftigte hatte, „und heute arbeiten dort mehr als 13.500 Menschen.“ Kritik gab es vom ehemaligen niedersächsischen Umweltminister für die Bundeskanzlerin, „denn Frau Merkel geht es nur um die Umfragewerte und nicht um das Gesamte.“
In loser Reihenfolge werden weitere Gesprächsrunden des SPD-Ortsverbandes Bissendorf- Wennebostel folgen, dies auch über die Kommunalwahl hinaus, betonten die Organisatoren.