Wolfram Hänel schreibt noch per Hand

Schriftsteller Wolfram Hänel hatte sichtlich Spaß an den Fragen der Brelinger Grundschüler. Foto: A. Wiese

Brelinger Grundschüler löcherten beliebten Kinder- und Jugendbuchautor mit Fragen

Brelingen (awi). Der hannoversche Kinder- und Jugendbuchautor Wolfram Hänel ist ein regelmäßiger Gast in den Schulen der Wedemark. So war er kürzlich erst in der Grundschule Bissendorf, letzte Woche verbrachte er einen Vormittag an der Grundschule in Brelingen. Mit seiner antiquarisch anmutenden Bücherkiste unter dem Arm ist er schon als Typ ein Erlebnis. Die Kinder jedenfalls lieben ihn und sie nutzten begeistert die Gelegenheit, den Schriftsteller nach der Lesung mit Fragen zu löchern. Und so wissen sie nun, dass Hänel 108 Bücher gschrieben hat, sein erstes Buch mit 30 Jahren verfasste und dass dieses Buch die Hundegeschichte von Willi Wolle war. Hänel hat nicht nur ein, sondern mehrere Lieblingsbücher unter seinen eigenen Werke, aber die Räuber vom Geis-terwald mag er besonders gern. Seine Bücher schreibt er erst mal alle mit der Hand, am liebsten am Küchentisch, und erst später tippt er sie am Computer ins Reine. Für kurze Bücher wie die Wikingergeschichten braucht er drei bis vier Wochen, lange Geschichten wie seine Erwachsenenromane dauern auch schon mal ein halbes Jahr. Gedichte schreibt er selten, aber er schreibt manchmal welche und wer sie hören möchte, braucht nur sein neues Hörbuch „Das Kind, das dauernd Kopfstand machte“, zu hören, da sind neben Geschichten auch sechs Gedichte, von ihm selbst gesprochen, drauf. „Aber es ist die Ausnahme“, betonte der Schriftsteller am Donnerstagmorgen in Brelingen. Sein dickstes Buch hat 398 Seiten, studiert hat er Deutsch und Englisch und gelesen und geschrieben hat er schon als Kind ausgesprochen gerne, verriet ein gut gelaunter Hänel den wissbegierigen Brelinger Schülern außerdem noch.