Workshop der Grünen in Bissendorf

Maaret Westphely (links) mit Teilnehmern am „Workshop Kommunalwahl 2016“ der Grünen am Samstag in Bissendorf. Foto: B. Stache
 
Maaret Westphely moderiert den Workshop der Grünen zur Vorbereitung auf den Wahlkampf und die Kommunalwahl im September 2016. Foto: B. Stache

Erste Vorbereitung auf die Kommunalwahlen im September 2016

Bissendorf (st). Um sich frühzeitig auf den Wahlkampf und die Kommunalwahlen am 11. September 2016 vorzubereiten, hatten die Grünen vom Ortsverband Wedemark am Samstag ihre Mitglieder und Interessierte zu einem ganztägigen Workshop in das Bürgerhaus nach Bissendorf eingeladen. Maaret Westphely, Landtagsabgeordnete und Beisitzerin im Regionsvorstand der Grünen, moderierte die Veranstaltung. „Sie kann mit gebotener Distanz zu Personen und Besonderheiten auf lokaler Ebene und gleichzeitiger Kenntnis der Politik auf Landesebene die Entwicklung kreativer Ideen fördern“, hieß es in einer Ankündigung für den Workshop zur Person der Landtagsabgeordneten. „Es beginnt jetzt auf allen Ebenen die Programmarbeit für die Kommunalwahl am 11. September“, sagte Maaret Westphely und nannte sogleich zwei Beispiele für die Regionsebene. Zum Thema Mobilität erklärte sie: „Der ÖPNV (Öffentliche Personennahverkehr) ist in der Region Hannover ja schon sehr gut ausgebaut. Wir wollen noch mehr Angebote für die neue Mobilität, beispielsweise durch Elektrofahrräder, mit Radschnellwegen schaffen.“ Ein zweites Thema sei die weitere Unterstützung der Kommunen bei der Unterbringung von Flüchtlingen und deren Integration. Grünen Sprecherin Ute Lucka lobte in diesem Zusammenhang die Arbeit vom „Runden Tisch Flüchtlinge Wedemark“. Aber auch die Kandidatensuche werde thematisiert, machte die Landtagsabgeordnete Maaret Westphely deutlich: „Wir sind bei den Grünen sehr offen für alle Menschen, die sich für grüne Politik interessieren. Da ist es auch wichtiger, dass die Leute, die bei uns mitmachen, unsere grünen Ziele teilen, als die Parteizugehörigkeit.“ Die Grünen suchen Menschen, die von einem grünen Grundkonsens ausgehend, im Ortsverband, im Gemeinderat oder in einem der Ortsräte mitarbeiten möchten. Beim Bissendorfer Workshop wurde festgestellt, dass in der Gemeinde Wedemark im Bereich von Kinderbetreuung und Schulbildung mit großen finanziellen Anstrengungen ein niedersachsenweit gesehen hoher Standard erreicht worden sei. „Hier haben die Grünen in der Koalition mit der SPD die politischen Weichen gestellt. Sie haben auch an der schwierigen Aufgabe mitgewirkt, dafür die finanziellen Grundlagen sicherzustellen, so auch durch unpopuläre Entscheidungen, wie Steuer- und Gebührenerhöhungen. Hier werden ständig neue Herausforderungen auf die Gemeinde zukommen, nicht nur durch die Integration von Flüchtlingen“, lautet eines der Arbeitsergebnisse. Auch das urgrüne Thema der Bewahrung von Natur und Landschaft steht weiterhin vorne auf der Grünen-Tagesordnung. Der dramatische Rückgang der Artenvielfalt, jüngst im Artenschutzbericht des Bundesamtes für Naturschutz umfassend dargestellt, erfordere weitere Anstrengungen auf allen Ebenen, auch der kommunalen. „Die Grünen können an die Initiativen in dieser Periode für eine naturnahe Gewässerentwicklung und eine umfassende Biotopvernetzung anknüpfen und Vorschläge für weitere Maßnahmen in den nächsten Jahren entwickeln“, lautet ein Appell. Auch sollen nach dem Willen der Grünen die Randstreifen der kommunalen Wege zu ökologisch intakten Lebensräumen aufgewertet werden. „Damit werden sie wertvolle Bausteine im grünen Konzept der Biotopvernetzung in der Wedemark“, heißt es in einem Workshop-Arbeitsergebnis. Die Herausforderungen des demographischen Wandels könnten durch immer weitere neue Wohngebiete nicht nachhaltig gelöst werden, sind sich die Grünen sicher. „Hier werden neue Ideen gesucht, um den Zuzug möglichst im Bestand und innerhalb der Siedlungsgrenzen zu halten“, lautete eine Aufgabe für die Teilnehmer am Grünen-Workshop im Bürgerhaus Bissendorf, bei dem der alte Wahlspruch der Umweltbewegung „Global denken, lokal handeln“ unausgesprochen im Raum stand. „Wir benötigen jedoch eine weitere Tagungsklausur, die voraussichtlich im November stattfinden wird“, erklärte Ute Lucka zum Abschluss.