Zwischenlösung für die Krippe St. Georg ist gefunden

Blick auf die evangelische Kita St. Georg aus dem Garten, in dem die Kita-Container aufgestellt werden sollen. (Foto: A. Hesse)

Im Garten an der Krausenstraße werden Kita-Container aufgestellt

Mellendorf. „Ich bin sehr froh darüber, dass wir die Eltern unserer Krippe in Mellendorf jetzt darüber informieren können, wie es weitergeht“, sagt Lars Arneke. Gut drei Monate nach dem Brand im Gemeindehaus der Mellendorfer Kirchengemeinde St. Georg, bei dem auch die Räume der evangelischen Krippe zerstört worden waren, gebe es jetzt eine Zwischenlösung für die Betreuung der Kinder, so Arneke, der als pädagogische Leitung für die Kindertagesstätten in Trägerschaft des Evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Burgwedel-Langenhagen verantwortlich ist.
„Die Gemeinde Wedemark hat sich in dieser Woche dafür entschieden, als Zwischenlösung bis zur Wiederherstellung der Krippenräume am Kirchweg sogenannte Kindergarten-Container zu kaufen und sie im Garten unserer Kita an der Krausenstraße aufzustellen“, berichtet Arneke. Um diese Lösung bestmöglich zu gestalten, gebe es bereits Kontakt zu einer Containerfirma; außerdem habe er gemeinsam mit der Leitung der Kita St. Georg eine kleine Container-Kita besichtigt. „In nächster Zeit werden wir auch die für unsere Krippe ausgewählten Container auf dem Gelände der Firma anschauen“, so Arneke. Gemeinsam mit Kita-Leiterin Caren Holstein-Lemke ist er zuversichtlich, dass die „Container-Krippe“ an der Krausenstraße gut funktionieren werde: Pluspunkte seien die räumliche Nähe zur Kita und das große, schöne Gelände an der Krausenstraße.
In enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde Wedemark werde aktuell daran gearbeitet, mit der Betreuung aller 30 Krippenkinder in den Containern Mitte August 2020 beginnen zu können. „Die Betriebserlaubnis ist beantragt und wird voraussichtlich in den nächsten Tagen von der Landesschulbehörde erteilt“, so Arneke. Die Realisierung einer zunächst angestrebten anderen Zwischenlösung in einem früheren Ladengeschäft am Kirchweg sei aufgrund gesetzlicher Vorgaben für die Betreuung von Kleinkindern nicht möglich gewesen.
Um die übergangsweise Betreuung der Krippenkinder in der Zeit bis August möglichst gut zu regeln, gebe es eine enge Zusammenarbeit mit der Gemeinde Wedemark, berichtet Arneke. In diesem Zusammenhang bitten er und Kita-Leiterin Holstein-Lemke alle Familien der Krippenkinder um
Verständnis und Geduld: Die Auswirkungen der Corona-Pandemie brächten viele Unwägbarkeiten mit sich, die die Suche nach Lösungen erschwerten und manche Entscheidungen hinauszögerten. „Die Folgen für manche Familien sind uns bewusst und wir arbeiten intensiv daran, möglichst schnell eine gute Lösung zu entwickeln.“
Auch einen großen Dank möchten Arneke und Holstein-Lemke aussprechen: allen betroffenen Familien für das bisher gezeigte Verständnis und der Gemeinde Wedemark für viel Unterstützung und vertrauensvolle Zusammenarbeit.