Zychlinski soll erneut kandidieren

Corona-Gruß an Stelle von Händeschütteln als Gratulation: Die Wedemärker SPD-Ortsvereinsvorsitzende Rebecca Schamber präsentierte mit einem einstimmigen Vorstandsbescluss Amtsinhaber Helge Zychlinski als Bürgermeisterkandidat der SPD für 2021. Die Mitgliederversammlung muss dies noch bestätigen, sobald sie im Rahmen der Corona-Verordnung zusammenkommen darf. Foto: A. Wiese

SPD-Vorstand präsentiert amtierenden Bürgermeister als Wunschkandidaten

Wedemark (awi). Die Gemeinde Wedemark in den nächsten Jahren zur digitalen Kommune in der Region machen, Klimaschutz ganz oben anzustellen, die E-Mobilität auszubauen, das Umweltschutzprogramm auszuweiten und die gemeindeeigenen Liegenschaften entsprechend zu sanieren. Das sind nur einige der Dinge, die sich Bürgermeister Helge Zychlinski für eine nächste Amtszeit vornehmen will. Und die Gelegenheit dazu soll er bekommen, wenn es nach dem Willen des SPD-Ortsvereinsvorstands der Wedemark geht.
Die müssen natürlich noch ihre Mitglieder einbinden, was auf Grund der Corona-Pandemie und der Restriktionen noch nicht möglich war, aber so bald wie möglich nachgeholt werden soll. Zunächst einmal präsentierte die SPD-Vorsitzende Rebecca Schamber gemeinsam mit ihrem Stellvertreter Reiner Fischer Helge Zychlinski als den Vorstandswunschkandidaten für die Bürgermeisterkandidatur bei den Kommunalwahlen am 12. September 2021. Er habe das einstimmige Votum des gesamten Vorstands hinter sich, betonte Schamber. Da sie aus den vergangenen Jahren wisse, dass Zychlinskis Politik bei den Mitgliedern sehr gut angekommen sei, gehe sie davon aus, dass die Mitgliederversammlung dem Vorschlag des Vorstands folgen werde. Ein Gegenkandidat aus den eigenen Reihen ist ganz offensichtlich nicht in Sicht. Wer in der Wedemark noch für den Posten des hauptamtlichen Bürgermeisters kandidieren wird, ist noch nicht bekannt. Zychlinski ist der erste, der offiziell seinen Hut in den Ring wirft, denn er bestätigte am Donnerstag, dass er sein Amt mit großer Leidenschaft ausübe und gerne in einer zweiten Amtsperiode weitere Ziele wie die zuvor genannten umsetzen würde. Von der CDU ist bekannt, dass sie einen eigenen Bürgermeisterkandidaten aufstellen möchte und auch jemanden gefunden hat. Präsentiert hat sie ihn allerdings noch nicht. Er gehe davon aus, dass es mehrere Kandidaten für das Bürgermeisteramt geben werde, sagte Helge Zychlinski.
Die SPD hat nicht nur als erste Partei ihren voraussichtlichen Bürgermeisterkandidaten bekannt gegeben, sie stellt demnächst auch noch andere Weichen für die politische Zukunft: Zum Jahresende wird der langjährige SPD-Ratsfraktionsvorsitzende Jürgen Benk den Fraktionsvorsitz niederlegen. Ab 1. Januar 2021 soll Daniela Mühleis die Ratsfraktion führen und damit wohl auch die Spitzenkdandidatin auf der Ratsliste der SPD für die Kommunalwahl werden. Jürgen Benk hatte schon bald nach der letzten Wahl angekündigt, 2021 weder für den Gemeinderat noch für den Ortsrat Elze-Meitze, wo er Ortsbürgermeister ist, noch einmal antreten zu wollen. „Für uns ist jetzt aber vor allem die Bürgermeisterwahl sehr wichtig. Wir wollen weiter den Bürgermeister in der Wedemark stellen“, so die Ortsvereinsvorsitzende der SPD, Rebecca Schamber. Und nach der positiven Rückmeldung von der breiten Basis der rund 220 Parteimitglieder solle das auch weiterhin der heute 41-jährige Helge Zychlinski sein.
Dieser setze sich für die Menschen in der Wedemark ein und es sei in der Vergangenheit durchaus das eine oder andere Thema zwisdchen ihm und der Partei kritisch diskutiert worden. Das sei aber auch gut so, denn ein Bürgermeister müsse das große Ganze im Blick haben und dürfe nicht als Parteisoldat handeln, betonte Schamber. In der Wedemärker SPD gebe es eine gute Streitkultur. Man setze sich mit Themen kritisch auseinander und einige sich schließlich auf eine gemeinsame Haltung. Positiv bewertete Helge Zychlinski auch das Klima im aktuellen Rat. Er blicke sowohl mit der aktuellen rot-schwarzen Koalition als auch mit der rot-grünen in den Jahren davor auf eine sehr erfolgreiche Zusammenarbeit zurück. Ihm mache es jeden Tag Freude, in seinem örtlichen Umfeld gestalten zu können und sich dabei auf die Unterstützung des Rates verlassen zu können. Dabei könne man auch im Rat durchaus um die Sache streiten, die meisten Entscheidungen würden jedoch fast immer mit großer Einigkeit getroffen. Dies belege, dass Kommunalpolitik über Parteigrenzen hinweg funktionieren könne. Gemeinsam habe man Bildung und Betreuung massiv ausgebaut, in die Schulen investiert, den Wohnungsbau neu erfunden, den sozialen Wohnungsbau umgesetzt, die Verwaltungsreform geschultert, was jetzt Früchte trage und den Sanierungsstau beispielsweise beim Amtshaus aufgearbeitet.