Abtauchen in Ruhe für sich selbst

Das Singen von Mantren beruhigt und entspannt. Foto: E. Rodenbostel

Frieden und Ausgeglichenheit erreichen – Mantren singen

Ein Teilbereich des „Bhakti-Yoga“ ist das Singen von Mantren. Sie werden oft in Sanskrit, einer alten indischen Sprache gesungen. Es ist die traditionelle Sprache vieler buddhistischer und hinduistischer Mantren, die seit tausenden von Jahren gesungen werden. Heilige oder heilsame Klänge und Silben. Heute gibt es aber auch Gesänge in deutscher Sprache, die als Mantra gesungen werden können. Das Wort Mantra wörtlich übersetzt heißt: „Das was denjenigen beschützt, der es erhalten hat“. Beim Singen lässt sich die Kraft erfahren und es werden auf sanfte und freudvolle Art Gefühle der Dankbarkeit, der Zusammengehörigkeit und des Friedens geweckt. Die Wortbedeutung der ursprünglichen Mantren zu kennen ist eigentlich nicht nötig, wenn auch am Anfang einfacher. Sie wirken auch ohne Übersetzung auf allen Ebenen. Wer Mantren singt, fügt sich in eine Jahrtausendealte Tradition und es entsteht ganz von selbst ein Gefühl von Ruhe und Ausgeglichenheit. Absichtsloses und freies Singen soll psychisch belastbarer und sozial gesünder machen und die Kontakt- und Kommunikationsfähigkeit stärken. Gemeinsam zu Singen als Selbstzweck, ohne Leistungsanspruch kann eine Kraftquelle im Alltag sein. Dazu ist es nicht nötig schön zu singen, der Teilnehmer soll sich mitnehmen lassen und eintauchen in die immer gleichen Silben. Die kurzen Lieder werden über einen längeren Zeitraum gesungen und oft von Harmonium oder Gitarre begleitet. Die Heilkraft der eigenen Stimme öffnet sich und das gemeinsame Singen verbindet, gleichgültig welchen Glauben jemand hat. Es geht ohne Denkprozess um den Zugang zu tiefer Ruhe, Stabilität und innerer Kraft.
Elisabeth Rodenbostel