Fördertopf 2011 nicht ausgeschöpft

Ein Energiesparhaus mit Solar, Pelletheizung und Kamin.
 
Mit Pellets zu heizen hat viele Vorteile.

Höhere Förderung für alternative Heizungen noch bis Jahresende

Wer über die Modernisierung seiner Heizung nachdenkt, sollte sich rasch entscheiden. Denn noch bis zum Jahresende gibt es dafür höhere Zuschüsse des Bundes. Darüber hinaus sind die Fördertöpfe 2011 noch nicht ausgeschöpft. Nach Auskunft des zuständigen Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) stehen in diesem Jahr noch ausreichend Fördermittel für die energetische Gebäudesanierung bereit. Der Einsatz von Solarthermie-Anlagen, Biomasse-Heizungen und Wärmepumpen wird von der Bundesregierung gefördert. Wer sich beispielsweise für den Einbau einer Pellet-Heizung entscheidet, erhält dafür bis zu 2.500 Euro Fördermittel. Hinzu kommt, dass Holzpellets aktuell rund 45 Prozent preisgünstiger sind als Öl und Gas. „Eine Investition in eine alternative Heizungsanlage macht sich so rasch bezahlt“, sagt Claudia Röhr, Sprecherin der FireStixx Holzenergie GmbH, einem der größten deutschen Pellet-Lieferanten. Schon nach wenigen Jahren hat der Kunde die Investitionskosten wieder raus. Und er leistet mit einer umweltfreundlichen Pellet-Heizung auch einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz. Denn Holzpellets werden aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz hergestellt und und tragen dazu bei, den Treibhausgasanteil zu verringern. Denn Pellets verbrennen CO2-neutral. Das heißt, es wird nur so viel Kohlendioxid bei der Verbrennung freigesetzt, wie der Baum zuvor im Laufe seines Wachstums gebunden hat. Wer sich auch noch für den Einsatz einer Solarheizung entscheidet,
kann weitere Zuschüsse des Bundes kassieren. Solarkollektoren können im Jahresmittel bis zu 25 Prozent des Wärmebedarfes eines Hauses decken, in den Sommermonaten sogar bis zu 100 Prozent. Immerhin ist Sonnenenergie kostenlose Energie. Beim Einbau einer Solarheizung erhalten Hausbesitzer aktuell und nur noch bis zum Jahresende einen erhöhten Fördersatz von 120 Euro pro Quadratmeter Kollektorfläche. Zum Jahreswechsel sinkt die Förderung auf 90 Euro pro Quadratmeter. Darüber hinaus gilt ebenfalls nur noch bis zumJahresende der erhöhte Kesseltauschbonus: 600 statt 500 Euro. Diesen erhalten Sanierer, wenn sie ihren alten Heizkessel gegen einen Brennwertkessel oder eine Biomasseheizung eintauschen und zugleich eine Solarheizung installieren. Zusammengerechnet kann ein durchschnittliches Einfamilienhaus beim Einbau einer Pellet-Heizung (2.500 Euro Basisförderung) und in Kombination mit einer Solarthermie-Anlage (120 pro Quadratmeter Kollektorfläche plus 600 Euro Kesseltauschbonus) rund 4.500 Euro Förderung kassieren 50 und künftig bis zu 60 Prozent Heizkosten sparen. Die Zahl der alternativen Heizungen in Deutschland ist in den vergangenen Jahren angesichts steigender Öl- und Gaspreise bereits deutlich gestiegen. Was vielen allerdings nicht bewusst ist: In den Heizungskellern herrscht großer Modernisierungsbedarf. Eine Heizung, die 20 Jahre oder noch älter ist, ist nicht mehr auf dem Stand der Technik. Die Wirkungsgrade sind schlecht, die Heizkosten hoch. „Experten schätzen, dass in Deutschland rund 30 Prozent Wärmeenergie eingespart werde könnte, allein durch den Austausch alter und maroder Heizungen“, berichtet FireStixx-Sprecherin Claudia Röhr. Wer sich also beispielsweise für eine neue Pellet-Heizung entscheidet, profitiert gleich dreifach. Er bekommt Fördermittel vom Staat. Er erhält einen deutlich preisgünstigeren Brennstoff. Und er spart schon allein aufgrund des besseren Wirkungsgrades viel Energie ein, die ansonsten über den Schornstein verloren geht. Apropos Schornstein. Über die im Zusammenhang mit Holzfeuerungen oft diskutierte Feinstaubproblematik müssen sich Pellet-Heizungsbesitzer keine Sorgen machen. Denn moderne Pelletfeuerungen erfüllen die Feinstaubnormen, die meisten Gerät auch die noch strengeren Normen, die erst ab 2014 gelten. Hintergrund: Bei der Pelletproduktion wird Sägemehl, das in großen Mengen in Sägewerksbetrieben als Restholz anfällt, zu kleinen Stäbchen verpresst. Der Vorteil von Holzpellets ist, dass sie einfach zu transportieren und zu lagern sind und sie aufgrund ihrer Kompaktheit im Vergleich zu Scheitholz besonders effektiv sind. Pellets werden in speziellen Heizungen und Öfen verbrannt, die vom Komfort her Öl- und Gasheizungen in nichts nachstehen. Die Pellets werden automatisch aus einem Lager in den Brennraum gefördert und gezündet.