0:4 bedeutet Pokalaus

Der Mellendorfer Jan-Niklas Puls wurde in der 52. Minute eingewechselt, konnte das Ruder allerdings auch nicht mehr herumreißen. Foto: T. Puls

Schmerzlicher Pokalausflug nach Gleidingen

(tp). Mellendorfs Trainer Alexander Fleischer wollte und musste im Pokalachtelfinale beim BSV Gleidingen kräftig rotieren. Da mit Nils Gottschalk und Lukas Lüder wichtige Stammspieler fehlten und Fleischer vielen Spielern, die zuletzt durch Verletzungen oder Urlaube eher wenig Spielzeit erhalten hatten, Spielpraxis verschaffen wollte, baute er die Mannschaft um. Vor dem Anpfiff mahnte er vor allem die Konzentration und Kommunikation auf dem Platz an. Dieses Vorhaben ging in den nächsten 90 Minuten gründlich in die Hose.
Es entwickelte sich von Minute eins an ein hektisches Spiel ohne großes gegenseitiges Abtasten, in dem der MTV über 90 Minuten eigentlich gut mithielt, im Gegensatz zu den Gastgebern allerdings kaum adäquate Torchancen herausspielen konnte. Begünstigt wurden diese vor allem durch vermeidbare Abspielfehler im Spielaufbau und entscheidende verlorene Zweikämpfe in Torraumnähe. So fielen nach einer halben Stunde Spielzeit innerhalb weniger Minuten sowohl 1:0 und 2:0 für den BSV. Auch die Mellendorfer erzielten frühe Ballgewinne, schafften es allerdings nicht diese in Torabschlüsse umzuwandeln, deshalb ging es folgerichtig mit 2:0 in die Pause.
Nach dem Wechsel zeigten sich die Gäste aus der Wedemark offensiv verbessert, standen nun allerdings deutlich höher. Die Gastgeber nutzten ihre Geschwindigkeitsvorteile gegenüber der Mellendorfer Defensive nun noch effizienter und blieben stets brandgefährlich. Rouven Kreuschner entschärfte so bereits kurz nach der Halbzeit mit Hilfe des Pfostens beste Torchancen der Gleidinger und bewahrte sein Team so voerst vor der endgültigen Entscheidung. Auf der Gegenseite spielten die Mellendorfer teilweise weiterhin gefällig bis zum Sechzehnmeterraum, blieben danach allerdings zu umständlich. Thorben Puls brauchte in aussichtsreicher Position zu lange für die Ballmitnahme und Jonas Frenzel scheiterte mit einem schönen Volleyschuss am Lattenkreuz. Während bei den Mellendorfern, die für ihre wenigen zählbaren Chancen hohen läuferischen Aufwand betreiben mussten, die Kräfte schwanden, setzten die Gastgeber noch einmal zu. Zwischen der 70. und der 80. Minute sorgten sie mit zwei weiteren Treffern schließlich für den am Ende deutlichen Endstand. Die Tore waren exemplarisch für das Spiel, die Gastgeber präsentierten sich in allen wichtigen Situationen handlungsschneller und zweikampfstärker. Das erkannte auch Trainer Fleischer nach Schlusspfiff an. Er resümierte: „Ich weiß nicht ob das an fehlender Konzentration oder zuvielen personellen Wechseln lag, aber wir hatten sowohl defensiv als auch offensiv Probleme unser Spielkonzept umzusetzen.“
Die nächste Möglichkeit das schwache Ergebnis zu revidieren, bietet sich den Mellendorfern am Sonntag beim Tabellennachbarn aus Garbsen. Gegen die Zweitvertretung der TuS ist um 15 Uhr Anpfiff.
Es spielten: Kreuschner – Hesse, Möller, Klages, Bouma – Bassin (52. J-N. Puls), T. Puls, Frenzel, Junker (52. Krampe) – Draper, Meyer