1:1 beim Garbsener SC

Soviel Freiraum wie hier gegen Luthe hatte der Mellendorfer Jan Junker am Sonntag nicht. Foto: T. Puls

Zäher Rückrundenauftakt für den MTV

(tp). Ganz so wie es dann letztendlich kam, hatte sich MTV-Coach Alexander Fleischer den Rückrundenauftakt seiner Elf dann doch nicht vorgestellt: „Wir wollten hier eigentlich unbedingt gewinnen.“ Nach dem deutlichen 7:1 im Hinspiel schien auch ein Großteil seines Teams davon ausgegangen zu sein, im Endeffekt lief es nach einem spielerisch schwachen Spiel bei Frühlingstemperaturen aber auf eine gerechte Punkteteilung hinaus. „Wir haben im Spiel nach vorne viel zu viele Fehler gemacht“, so Fleischer, der damit das Hauptproblem im MTV-Spiel treffend ansprach. Die Garbsener nutzten ihren extrem kleinen und knochentrockenen Kunstrasenplatz, um den Mellendorfern von Minute eins an ihr Spiel aufzudrücken, was sich die Gäste vom MTV sicher anders vorgestellt hatten. Sicheres Kurzpassspiel blieb auf dem Platz Mangelware, lange Bälle und Kopfballduelle bestimmten das Spielgeschehen. Bot sich doch einmal der Platz über Kombinationen den Weg nach vorne zu suchen, wurden diese Räume durch technische Fehler gleich wieder hergeschenkt. Zahlreiche Ballannahmen missglückten, noch mehr Kurzpässe gingen ins Aus. Für Alex Fleischer nicht ganz verständlich: „Wir haben die ganze Woche Kurzpassspiel trainiert.“ Zwar war es auf dem Boden, der von der Spielfläche eher an einen Hallenbelag erinnerte, nicht leicht schön zu spielen, der MTV-Coach appellierte allerdings viel mehr an die mangelnde Konzentration seiner Spieler. So verwunderte es wenig, dass sich die Torchancen beider Teams an einer Hand abzählen ließen. Nils Gottschalk vergab die bis dahin beste Gelegenheit, als er sich in der 21. Minute frei vor dem gegnerischen Torwart den Ball etwas zu weit vorlegte. Zehn Minuten später allerdings machte er es dann besser. Mit einer präzisen Flanke bediente er Dominic Meyer, der aus sechs Metern einköpfte und so seine Serie mit mindestens einem Tor nun auf elf Spiele in Folge ausbaute. Die Mellendorfer Freude über die doch recht unerwartete Führung hielt allerdings nicht lange an. Nach einem Eckstoß herrschte Konfusion im Mellendorfer Strafraum, die ein Garbsener per Kopf zum Ausgleich in der 33. Minute ausnutzte. Die Garbsener hatten anschließend noch die Riesenchance das Spiel zu drehen, Rouven Kreuschner im Mellendorfer Tor reagierte allerdings glänzend, so dass es mit 1:1 in die Kabine ging.
Nach der Pause waren die Mellendorfer sichtlich bemüht das Spielgeschehen zu kontrollieren, was ihnen auch ganz gut gelang – allerdings nur bis in das letzte Spielfelddrittel. Das Offensivspiel blieb weiterhin zu unpräzise und die Gäste fanden kein Mittel gegen die tiefstehenden Garbsener. Kam man doch mal in den Strafraum oder bis an die Grundlinie waren die finalen Zuspiele zu unpräzise, eine wirkliche Gelegenheit erspielten sich die Gäste so in der zweiten Halbzeit nicht. Im Gegenteil mussten die Rot-Weißen aufpassen durch ihre Ballverluste nicht in die zahlreichen Konterversuche der Garbsener hinein zu laufen, die immer wieder versuchten schnell nach vorne zu spielen. So erspielten sie sich einige gute Schussmöglichkeiten, nutzten diese allerdings nicht aus. Bis zur 70. Minute waren die Gastgeber so auch näher am Sieg dran. Dass sie am Ende doch mit dem Punkt zufrieden waren, lag vor allem an der letzten Viertelstunde. Sichtlich kraftlos beschränkten sich die Garbsener nun auf die Verteidigung, während der MTV durch eine Reihe von vielversprechenden Standards noch einmal gefährlich wurde, die aber schließlich nichts Zählbares mehr einbrachten.
Für den MTV war das Spiel der Auftakt zu einem schwierigen Programm in den nächsten Wochen. Nächste Woche kommt der Tabellennachbar aus Berenbostel, der den Mellendorfern in der Hinrunde im Punkt- und Pokalspielbetrieb zwei deftige Niederlagen beigefügt hatte, ehe es in zwei Wochen zum Derby nach Elze geht. Anpfiff in der nächsten Woche gegen die Berenbosteler ist um 15 Uhr.
Es spielten: Kreuschner – Bassin, Möller, Klages (6. J-N. Puls), Junker – Hesse (83. Sauer), Lüder, T. Puls, Zillmer (62. Bouma) – Meyer, Gottschalk.