17. Janinas Wedemark Rallye 2019

Michael Keßler und Reiner Kallenbach mit ihrem Trabant im Drift. Foto: Chris Kuhr, ckworks.de
 
Martin Christ und Norman Jakobs mit ihrem Mitsubishi Lancer Evo 9 sind die Gesamtsieger. Foto: Chris Kuhr, ckworks.de
Wedemark. Mitsubishi Lancer ist klarer Sieger der diesjährigen 17. Janinas Wedemark Rallye 2019. Die Allradler aus Fern-Ost haben klar die Rallye dominiert und die ersten drei Plätze belegt.
Wie schon in den vergangenen Jahren, wurden die Sandgruben im Norden von Mellendorf zum Austragungsort des Rallye-Spektakels. Diese sind perfekt für den „Schotter Cup“, einer Rallye-Serie aus Deutschland, die sich auf Rallyes in Sand und Schotter spezialisiert hat.
36 Teilnehmer sind in diesem Jahr gestartet. Die Strecke in der Wedemark ist sehr anspruchsvoll und nachdem im letzten Jahr mehr als die Hälfte die Zielflagge nicht gesehen haben, war das Starterfeld etwas zurückhaltender. Bernd Depping hatte angekündigt, die Strecke wieder einfacher zu gestalten und es ist ihm auch gelungen. Zwei Strecken mussten jeweils zweimal durchfahren werden. Zum einen der Asphalt-Rundkurs bei Wennebostel, der schon in vielen Jahren zuvor gefahren wurde, jedoch im letzten Jahr aussetzen musste. Zum anderen die rund Zehn-Kilometer-Schotterstrecke im Dreieck Brelingen, Bennemühlen und Mellendorf.
Das Wetter spielte mit und der leichte Regenschauer endete pünktlich mit dem Start der Rallye. Gut für die zahlreichen Zuschauer an der Strecke und an den extra eingerichteten Zuschauerpunkten. Wie im Schotter-Cup üblich starten die kleinen Fahrzeuge zuerst und so ging es mit dem Trabant 601 von Michael Keßler und Reiner Kallenbach um 13.01 Uhr in Mellendorf los. Die erste Prüfung führte auf die Zehn-Kilometer-Schotterstrecke und anschließend auf den Rundkurs in Wennebostel. Nach einer Pause starteten die Teilnehmer in die zweite Runde.
Es war ein heißer Kampf um die Plätze Eins und Zwei. Martin Christ mit seinem Beifahrer Norman Jakobs konnten die erste Prüfung in ihrem Mitsubishi Lancer Evo 9 für sich entscheiden. Mit 9,5 Sekunden Vorsprung ging es in die zweite Prüfung. Diese konnte jedoch der direkte Konkurrent Ken Milde mit seinem Beifahrer Jean Ihlefeldt mit seinem älteren Mitsubishi Lancer Evo 8 gewinnen. Auch in den weiteren Prüfungen war Milde immer führend, konnte jedoch die 9,5 Sekunden aus der ersten Prüfung nicht mehr einholen. So fehlten ihm am Ende 1,8 Sekunden auf den ersten Platz. Ein spannender Kampf auf der Strecke, der auch den Zuschauern nicht entgangen ist. Platz drei ging an Marc Bach und André Seelisch. Ebenfalls in einem Mitsubishi Lancer Evo 9. Der beste Frontgetriebene Fahrer war Dark Liebehenschel und Markus Drüger mit einem Citroen C2 R2 Max auf Platz sechs.
Dank der angepassten Strecke hielten sich in diesem Jahr die Ausfälle, durch meist technische Defekte, im Rahmen. Nur zehn Teilnehmer sahen die Zielflagge nicht. Das Konzept ging also auf. „Ich arbeite weiter an der Streckenführung und im nächsten Jahr gibt es wieder mehr Wertungskilometer für die Teilnehmer“, sagt Bernd Depping bei der Siegerehrung und kündigt damit die 18. Janinas Wedemark Rallye 2020 schon einmal an. Ob das Konzept dann 2 x 35 Wertungskilometer oder 1 x 70 Wertungskilometer sein werden, das steht noch aus. Aber das Veranstaltungsteam um Bernd Depping und Marcus Hesse wird hier schon die richtige Lösung finden. Die Teilnehmer nahmen die Ankündigung freudig entgegen und so wird der Kampf um die Zeiten im nächsten Jahr wieder ausgetragen werden. Bernd Depping bedankte sich am Ende dieser Veranstaltung bei allen Teilnehmern und Helfern, sowie der Gemeinde Wedemark.