Aktive Senioren und aktive Jugend

Das ebenfalls beigefügte Bild zeigt die drei Ersten mit ihren Preisen bei der Siegerehrung für die Vereinsjugendmeisterschaft. Von links nach rechts: Robert Süling (2.), Julian Mai (1.) und Michael Bäuerlein (3.).

Jahr beim Schachverein Freibauer Wedemark geht zu Ende

Schachverein Freibauer Wedemark: Aktive Senioren und aktive Jugend
Für den Schachverein Freibauer Wedemark geht das Jubiläumsjahr anlässlich seines zwanzigjährigen Bestehens zu Ende und es gilt, einige Ereignisse nachzutragen, über die bisher nicht berichtet worden ist. Der heutige Beitrag soll sich auf die Ältesten und die Jüngsten konzentrieren. Ende November machten sich zwei Senioren und eine Seniorin, die sich noch lange nicht zur Ruhe setzen wollen, auf den weiten Weg ins Ostseebad Binz auf Rügen, um in einem zehntägigen Turnier an der offenen Schacheinzelmeisterschaft Mecklenburg-Vorpommern teilzunehmen, zu dem auch Wolfgang Uhlmann, der frühere international bekannte Großmeister aus der DDR gemeldet war. Alle 165 Teilnehmer wurden zunächst in einer Rangliste gemäß einer Punktzahl vorsortiert, die aus ihren bisherigen Wettkampfleistungen abgeleitet wurde, und jeder Spieler war natürlich bestrebt, seinen Rang zu verbessern. Dies gelang in besonderem Maße Gerd Niebuhr, der in dem Turnier, das über neun Runden ausgetragen wurde, mit vier Siegen, vier Remis und einer Niederlage 6.0 Punkte erreichte und somit nur 1.5 Punkte hinter dem Gesamtsieger landete. Er ließ mit dieser ganz beachtlichen Leistung manchen Gegner, der deutlich stärker einzuschätzen war, hinter sich und arbeitete sich von Rang 36, auf den er ursprünglich gesetzt worden war, auf den 23. Platz vor. Otto Stecklina, der zweite Senior aus der Wedemark, erreichte mit drei Gewinn- und vier Verlustpartien sowie zwei Unentschieden insgesamt 4.0 Punkte, womit er die ursprüngliche Setzung auf Rang 105 bestätigen konnte. Obwohl Marga Gröner, unsere Seniorin, nur einmal gewinnen konnte und drei Partien verlor, wurde sie zum „Schrecken mancher alter Männer“, da sie einigen Spielern, die deutlich vor ihr gesetzt waren, ein Unentschieden abtrotzen konnte – insgesamt fünf Mal! Damit konnte sie sich 29 Ränge auf Platz 130 vorschieben.
Dass er es auch mit Jüngeren aufnehmen kann, bewies Gerd Niebuhr bei der Stadtmeisterschaft Garbsen 2011, die vom rührigen Schachverein Berenbostel ausgerichtet wurde. In der sechsten Runde, kurz vor Abschluss des Turniers, schlug Niebuhr den haushohen Favoriten Alexander Izrajlev und ging unter 21 Teilnehmern in Führung. In der siebten und letzten Runde wurde es für ihn jedoch noch einmal richtig eng – ausgerechnet gegen seinen Vereinskameraden Thomas Majewski. Es gelang ihm aber mit einem Bauern weniger in einem Turmendspiel das Unentschieden zu retten, womit er sich mit dem Endergebnis von 5,5 Punkten die Garbsener Stadteinzelmeisterschaft sichern konnte. Thomas Majewski kam mit nur einem Punkt Rückstand auf Rang sechs.
Um die Energien in der regen Jugendabteilung bündeln zu können, wurde eine vereinsinterne Jugendmeisterschaft 2011 ausgetragen, die kürzlich abgeschlossen wurde. Unter der bewährten Leitung von Gerd Niebuhr wurde von 12 Teilnehmern über längere Zeit ein Turnier von 11 Runden gespielt – also jeder gegen jeden – mit einer Stunde Bedenkzeit pro Partie und Spieler. Zum Verlauf ist hervorzuheben, dass Julian Mai das Geschehen von Anfang an dominierte und mit Ausnahme der letzten alle Partien gewann, so dass er mit 10 Punkten Jugendmeister wurde. Zweiter wurde Robert Süling mit 8 Punkten (acht Partien gewonnen; drei verloren) vor dem punktgleichen Michael Bäuerlein (8/2/2 Partien). Auf den weiteren Plätzen: 4. Niclas König 7 Punkte; 5. Dominik Maurer 6,5 Punkte; 6. Ole Rasmus Bödeker 5,5 Punkte. Obwohl er nur ziemlich weit hinten landete, soll noch ein weiterer „kleiner“ Spieler hervorgehoben werden: Niko Prüser war mit neun Jahren nur kurz vor Turnierbeginn zur Gruppe gestoßen und nahm ohne jegliche Erfahrung am Wettkampf teil. Er erreichte 2,5 Punkte und kam damit auf einen ganz beachtlichen 10. Platz. Mitte Oktober fanden die Bezirkseinzelmeisterschaften der Schachjugend in Lehrte statt, bei denen die Freibauern mit einer kleinen Delegation vertreten waren. In der Klasse U12 erreichte Michael Bäuerlein nach elf Runden mit 5,5 Punkten (5x gewonnen/ein Unentschieden/5x verloren ) den 14. Platz. Dustin Wittbrodt kam in der Klasse U 14 nach 7 Runden mit 3.0 Punkten (2/2/3) auf Platz 13. Etwas enttäuschend verlief das Turnier für Johannes Bäuerlein, der nicht mutig genug spielte und mehrmals in aussichtsreicher Position remis anbot, was von den Gegnern natürlich dankbar angenommen wurde. So kam er auf zwei Siege, vier Remis und eine Niederlage, was ihm nach sieben Runden 4,0 Punkte für Platz 7 einbrachte. Trotz dieser kleinen Enttäuschung hat sich Johannes Bäuerlein zu einem hoffnungsvollen Nachwuchsspieler entwickelt und ist inzwischen eine feste Größe in der Mannschaft, die in der Bezirksklasse Ost spielt.