Aus im Viertelfinale

Bissendorfer Panther scheitern in Essen

30 Minuten konnten die Panther die Partie bei den Rockets Essen ausgeglichen und spannend halten, ehe Essen eine Serie startete, die die Niedersachsen nicht mehr ausgleichen konnten. Am Ende zog Essen letztlich verdient mit einem 11:7-Sieg ins Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft im Inlineskaterhockey ein.
Aus Sicht der Bissendorfer Panther war alles bereitet: Die Vorbereitung auf das wichtigste Spiel des Jahres lief gut, ein ganzer Bus voll hochmotivierter Anhänger der Raubkatzen hatte den Weg ebenfalls nach Essen angetreten und man wähnte sich nach dem deutlich Heimsieg auch hinsichtlich des „Momentums“ auf einem guten Weg. Doch einerseits fehlte Kapitän und Nationalspieler Sebastian Miller und zweitens wollte sich Essen keine Blamage vor eigener Kulisse leisten. Und so gingen beide Teams motiviert bis in die Haarspitzen von der ersten Minute an zu Werke. Zum Leidwesen der Trainer und Torhüter setzten beide Teams im ersten Drittel voll auf Offensive und so fielen stattliche neun Tore: Eine 2:0-Führung der Rockets bis zu achten Minute, ein Treffer fiel in Überzahl Essen, egalisierten Tim Strasser auf Vorlage Tommy Sellmann und Maxim Faber auf Vorlage von Strasser. Auch das dritte Tor der Rockets (15. Minute) egalisierte Faber in der 16. Minute nach feiner Einzelleistung. Doch erneut zog Essen mit zwei Treffern (einmal Überzahl) davon, Tommy Sellmann konnte den Anschluss und den Drittelendstand zum 5:4 ebenfalls ohne Vorlagengeber herstellen.
„Bis Mitte des zweiten Drittels war es absolut ein Spiel auf Augenhöhe – ohne die Strafzeiten, wären wir sogar in Führung gegangen“ so Coach Tim Lücker. Zunächst starteten die Panther auch besser in den Mittelabschnitt: Lars Barlsen traf für die Niedersachsen auf Zuspiel von Ersatzkapitän Jan-Christoph Pries zum Ausgleich. In der 32. Minute kam es dann zu der vorentscheidenden Szene des Spiels: Die Panther bekamen erstmals die Chance auf eine Überzahl aber statt erstmals in Führung zu gehen vertändelten die Wedemärker den Hartplastikball leichtfertig und kassierten einen weiteren Gegentreffer. Von diesem Treffer ließen sich die Rockets beflügeln und gingen mit doppelter Leidenschaft und Ambition in die Zweikämpfe, in denen die Panther immer mehr einbrachen. Folgerichtig kippte die Partie und Essen konnte noch zwei weitere Treffer zum 8:5 nachlegen. „Wir waren nicht mehr in Gänze im Kopf bereit das Letzte aus uns herauszuholen und haben uns teilweise von der Aggressivität der Rockets einschüchtern lassen.“ So ein ernüchterter Panthertrainer Tim Lücker.
Im Abschlussdrittel wollten die Wedemärker es dann wieder besser machen. Man nahm auf Seiten der Panther die Zweikämpfe deutlich konsequenter an, doch mussten die Raubkatzen natürlich wieder mehr auf Offensive setzen und waren dafür offen für Konter. Gleichzeitig handelten sich die Mannen um Kapitän Pries erneut wieder vier Strafzeiten ein, von denen die Rockets zwei Nutzen konnten. Einen Treffer erzielte die Essener aus dem Spiel während die Panther nur zwei weitere Treffer durch Tim Strasser auf Vorlage von Torwart Danny Sellmann und von Maxim Faber auf Vorlage Lars Barlsen erzielten konnten. „Die zahlreichen Strafzeiten und der Gegentreffer in eigener Überzahl waren heute sicherlich ein Grund für die Niederlage, andererseits war Essen auch spielerisch und mental etwas stärker. Von daher geht der Sieg wohl in Ordnung.“ So Trainer Lücker, und weiter: „Wir hätten aus einer guten Saison heute mit eine sehr gute machen können. Leider ist uns das nicht gelungen.“ Die Panther werden nun einige Tage Pause machen und dann langsam in die Planung für die kommende Saison gehen.