Bissendorfer Panther II: Sicherung des Klassenerhalts in letzter Minute

Das letzte Spiel der 2. Herren der Bissendorfer Panther der Saison 2011 wurde am Ende gegen die SaltCityBoars Lüneburg noch mit 2:1 gewonnen und entgingen so den Abstiegsrelegationsspielen gegen Aachen aus der 2. Bundesliga Süd, welche nun die Fireballs aus Sterkrade antreten müssen.
Über fast 60 Minuten bot sich den Zuschauern in einem von den beiden Schiedsrichtern Uwe Buehrer und Chris Otten souverän geführten Spiel eigentlich das gleiche Bild: Bissendorf rannte auf das Lüneburger Tor an und erspielte sich Torchance um Torchance, Lüneburg verteidigte geschickt und setzte immer wieder zu gefährlichen Kontern an. Dabei ragten zwei Spieler besonders heraus: Zum einen Gäste-Torwart Jan-Philip „Figo“ Fiege, der letzte Saison noch den Kasten der Erstliga-Mannschaft der Bissendorfer Panther hütete, und zum anderen Leon Rien, der Nachwuchskeeper und Zweitliga-Stammtorhüter der Panther. Beide zeigten eine nahezu fehlerlose Partie. Fiege brachte die Feldspieler der Panther sowie die einheimischen Zuschauer schier zur Verzweiflung, indem er die zahlreichen und teilweise hochkarätigen Chancen mit vielen Glanzparaden zu Nichte machte. Aber auch Rien entschärfte die guten Chancen der Gäste, welche sie sich durch Konter oder in Überzahlsituationen erspielten.
So dauerte es über 35 Minuten, ehe das erste Tor fiel, und dieses erzielten zu diesem Zeitpunkt überraschenderweise die Keiler mit einer gehörigen Portion Glück. Einen kniehohen Diagonalpass lenkte Fritz mit der Kellenspitze aus der Luft so ab, dass der Ball zuerst gegen den Innenpfosten sprang, dann von hinten gegen den Schuh von Leon Rien und schließlich im Tor landete.
Sichtlich geschockt vom Gegentreffer gingen die Panther in die zweite Drittelpause. Aber Coach Mirco Uttke fand die richtigen Worte und baute sein Team wieder auf und so setzten die Gastgeber ihren Sturmlauf im letzten Abschnitt fort. Und die Mühen der Panther wurden, wenn auch spät, belohnt: Knapp zwei Minuten vor Schluss erzielte Felix Gollasch nach Vorarbeit von Maxim Faber den viel umjubelten Ausgleich (58:16), Hoffnung auf den dringend benötigten Sieg keimten wieder auf. Doch kurz danach ein erneuter Rückschlag, Marcel Fehrmann musste für zwei Minuten auf die Strafbank, ein Siegtreffer in Unterzahl schien unwahrscheinlich. Dem ungeachtet setzten Maxim Faber, Patrick Faupel und Marvin Freitag Lüneburg unter Druck, Faupel erkämpfte sich hinter Fieges Tor den Ball, drehte vor das Tor und schoss. Fiege konnte zunächst wiederum halten, aber Freitag war zur Stelle und bugsierte den abgewehrten, jedoch frei liegenden Ball in die Maschen (59:32), Rettung in buchstäblich letzter Minute. Die letzten Sekunden spielten die Bissendorfer souverän herunter, obwohl Lüneburg noch einmal alles versuchte und den Torwart zu Gunsten eines fünften Feldspielers vom Platz nahm.
Nach dem Abpfiff kannte der Jubel über dieses kleine sportliche Wunder auf Pantherseite keine Grenzen mehr, ebenso wie die Erleichterung über den versöhnlichen Ausgang einer insgesamt durchwachsenen Saison, der an diesem Abend auch noch ausführlich gefeiert wurde!
Für die Bissendorfer Panther II spielten:
Leon Rien, Marc Engelke, Marcel Fehrmann, Tobias Keitel, Andreas Koch , Sebastian Steller, Felix Fabisch, Oliver Kummer, Marc Wedemeyer, Kristian König, Marcel Knoke, Marvin Freitag (1/0), Felix Gollasch (1/0), Maxim Faber (0/1), Patrick Faupel (0/1); Strafminuten: Bissendorfer Panther II: 10 Minuten, SaltCityBoars Lüneburg: 26 Minuten.