Boxen Mädchen eigentlich auch?

Celine im Training mit Trainer Ricky in der Boxschule. Sie sagt: „Boxen ist ein Sport wie jeder andere und man kann sich verteidigen.“

Mädchen sind in Rickys Boxschule willkommen – das Selbstvertrauen wird gestärkt

(co). Boxen Mädchen eigentlich auch? Ja, Celine (15) zum Beispiel boxt seit etwa einem Jahr in Rickys Boxschule in Mellendorf. Sie ist auf die Idee gekommen zu boxen, da sie schon immer eine Sportart machen wollte, mit der man sich im Notfall verteidigen kann. Aber sie ist nicht das einzige Mädchen, das dort boxt. Sechs weitere Mädchen besuchen die Boxschule. Celine würde sich wünschen, dass noch mehr Mädchen sich diese Sportart zutrauen, unter anderem da es viel Gewalt gegenüber Mädchen und Frauen gibt. Natürlich boxen in der Boxschule auch Jungen und Erwachsene. Ab zehn Jahren darf man mit dem Training beginnen. Trainer Ricky: „Man kann Belästigungen abwehren und sich zur Not in lebensbedrohenden Situationen verteidigen. Das Selbstvertrauen wird extrem gestärkt.“ Es gibt keine Unterschiede zwischen Mädchen- und Jungenboxen. Die Mädchen erlernen das Boxen genauso wie die Jungs und Erwachsene. Bei allen ist der richtige Schutz wichtig. Zwei bis drei Tage, anderthalb Stunden in der Woche, sollte man trainieren, damit man fit bleibt. Trainer Ricky weist darauf hin, dass Jungs härter boxen als Mädchen, da sie ein anderes Gewicht und eine andere Kraft haben. Das Training beginnt zum Aufwärmen mit Springseil springen. Dann macht man Schattenboxen und Gymnastik. Und zum Schluss macht man „Pratzenarbeit“ am Sandsack oder man trainiert im Boxring. Die Boxschule in Mellendorf am Bahnhof hat von Montag bis Freitag von 11 bis 21 Uhr und samstags von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Boxbegeisterte Jugendliche und Erwachsene dürfen gern auf eine Probestunde vorbei kommen.