Burgdorf weiterhin kein gutes Pflaster für die Krähen

Erneute Niederlage im Burgdorfer Stadion – nun kommt der OSV

Das Stadion der TSV Burgdorf ist weiterhin kein gutes Pflaster für den Fußball-Landesligisten TSV Krähenwinkel/Kaltenweide. Seit der Rückkehr des TSV KK in die höchste Spielklasse des Fußballbezirks hat die Mannschaft sämtliche Duelle, ob in Pokal oder Meisterschaft, im Stadion an der Sorgenser Straße verloren. Und auch am letzten Sonntag musste das Waldsee-Team die Rückreise mit leeren Händen antreten. Die Krähen unterlagen der TSV im Dauerregen mit 1:3. Damit gelang es den Rot-Blauen nicht, an die vorigen beiden Siege gegen Bavenstedt und beim TSV Stelingen anzuknöpfen. Am Sonntag hatten die Gastgeber die erste Torchance. Timo Kuhlgatz scheiterte in der dritten
Minute mit einem Kopfball knapp. Dann traten die Krähen vor dem gegnerischen Kasten in
Erscheinung. Nach einer Rechtsflanke von Louis Trollmann vergab Mohamed Akrout per Kopf. Die Mannschaften bewegten sich in dieser Phase des Spiels in etwa auf Augenhöhe.
Dann war es Burgdorfs Jonas Künne, der durch seinen großen Aktionsradius mehr und mehr im Blickpunkt stehen sollte. Zunächst ging der Ball nach einem Künne-Freistoß aus 20 Metern links am Tor vorbei, danach nahm Burgdorfs Nummer 17 eine Vorlage von Marlon Weber auf, um Krähen-Keeper Jan Helms beim anschließenden strammen Schuss zu einer starken Parade zu animieren. Und schließlich musste Krähenwinkels Lukas Schorler einen Ball von der Torlinie köpfen, nachdem Jonas Künne einen Freistoß von der rechten Seite um die Ein-Mann-Mauer herum auf das Tor gebracht hatte. Es blieb beim 0:0. Die Krähen hatten kurz vor der Pause eine gute Möglichkeit, dieses Resultat zu ihren Gunsten zu ändern. Doch Mohamed Akrout, der nach einer Vorlage von Philipp Schmidt in Richtung Tor gesprintet war, scheiterte dort an Burgdorfs Torhüter Norman Volber. Ohne Treffer ging die Partie in die Halbzeitpause.
Die Krähen kamen gut aus der Kabine und kamen alsbald zu guten Tormöglichkeiten. Nach einer Linksflanke von Schmidt parierte Volber den Kopfball von Marcel Kunstmann, der Nachschuss ging knapp vorbei. Danach konnte Oliver Pfeuffer die sich ihm nach einem Eckball bietende Möglichkeit nicht nutzen. Nach einer Stunde Spielzeit war der Bann dann gebrochen. Der TSV KK ging in Führung, und dieser Treffer war äußerst sehenswert. Louis Trollmann gelang ein glänzender Pass zu Philipp Schmidt, der den Ball in formvollendeter Schönheit eines perfekten Doppelpasses zurück zu Trollmann beförderte. Trollmann spielte den Ball dann wiederum zu Schmidt, der sich inzwischen bis auf 25 Meter dem Burgdorfer Tor genähert hatte. Und von dort nahm Schmidt das Spielgerät volley und schoss es in die Maschen. Durch den neuen Spielstand veränderten sich fortan die Begebenheiten. Die TSV Burgdorf setzte zur Schlussoffensive an, während die Krähen in der letzten halben Stunde ohne echte Torgelegenheit blieben. Zunächst war der TSV KK mit dem Glück im Bunde, als Michael Fitzner aus kurzer Distanz über die Latte köpfte. Unmittelbar danach fiel jedoch der Ausgleich. Nach einem Eckball von Nico Eccarius erzielte Johannes Kaminski per Kopf das 1:1. Lange Zeit sah es so aus, als sollte es bei diesem Remis bleiben. Als der TSV KK dann kurz vor Schluss einen Stürmer vom Feld nahm und einen Verteidiger auf den Rasen schickte, wurde auf der Tribüne darüber debattiert, ob die Krähen jetzt die Absicht verfolgen würden, das Unentschieden zu halten. Doch kaum waren die Worte ausgesprochen, da lag der Ball im Krähenwinkeler Netz. Jonas Künne
schoss das 2:1. Und als die Burgdorfer in der Nachspielzeit durch ein Elfmetertor noch zum 3:1 kamen, da war eine weitere KK-Niederlage im Burgdorfer Stadion besiegelt.
Für den TSV Krähenwinkel/Kaltenweide geht es nun mit einer interessanten Begegnung weiter. Am nächsten Sonntag, 30. September, kommt der OSV Hannover zum Derby an den Waldsee. Das Duell gegen die Bothfelder beginnt um 15 Uhr. Am Tag der Deutschen Einheit spielen die Krähen danach um 15 Uhr beim Überraschungsteam SC Hemmingen-Westerfeld.
Mannschaft: J. Helms, Marre, S. Helms, Heider, Hübner, Schorler, Schmidt, Trollmann, Pfeuffer (ab 66. Reck), Akrout (ab 88.Tegtmeyer), Kunstmann; Trainer: Przyklenk; Tore: 61.0:1 Philipp Schmidt, 74.1:1 Johannes Kaminski, 88.2:1 Jonas Künne, 93.3:1 FE Nico Eccarius.