Dezimierte Panther verlieren in Köln

Ohne Surkemper, Czernohous und Garbe beim Meister 2010 angetreten

Ohne Surkemper, Czernohous und Garbe traten die Panther beim Meister von 2010 an. Zudem konnte Jan Dierking lediglich die Hälfte des ersten Drittels mitwirken. Eine Erkältung ließ keine weiteren Einsätze zu. Somit waren die Sturmreihen der Panther sehr ausgedünnt. Die Panther schienen in den ersten Minuten noch nicht mit den Gedanken beim Spiel zu sein. Bereits nach 180 Sekunden ging Köln in Führung. Niclas Köhn konnte zwar in der fünften Minute ausgleichen, jedoch war dies noch nicht der Weckruf im Bissendorfer Lager. Die Kölner spielten ihr typisches Spiel und die Panther guckten zu. Stellungsfehler in der Defensive und viel zu harmloses Zweikampfverhalten führte dazu, dass Köln bis Ende des ersten Abschnitts auf 4:1 davonziehen konnte.Im Mitteldrittel kamen die Wedemärker dann endlich besser ins Spiel. Dies jedoch erst, nachdem die Kölner bereits nach 20 Sekunden auf 5:1 davonzogen. Es wurde nun aber endlich in den Zweikämpfen gearbeitet und mehr Bälle gingen aufs Tor der Gastgeber. Als Markus Köppl im Powerplay in typischer Torjägermanier für das 5:2 in der 25. Minute sorgte, waren die Panther die spielbestimmende Mannschaft. Fünf Minuten später legte Köppl den Ball auf Benjamin Hahnemann, der einen Gegenspieler aussteigen ließ und den Ball zum 5:3 versenkte. Beide Teams lieferten sich nun einen starken Kampf. Bei den Bissendorfer machten allen voran die Nachwuchstalente Marvin Freitag, Maxim Faber und Felix Gollasch ein super Spiel. Letztgenannter sorgte nach einem feinen Pass von Liam Janotta in die Gasse mit einem schön abgeschlossenen Alleingang für den Anschlusstreffer in der 37. Minute und das Spiel war wieder offen.
Im Schlussdrittel sollte es turbulent zugehen. Die Bissendorfer kamen durch Köppl im Powerplay zum zu diesem Zeitpunkt verdienten Ausgleich in der 42. Minute. Beide Teams waren nun darauf bedacht, keinen entscheidenden Fehler zu machen. Die Zeit verstrich trotz mehrerer Einschussmöglichkeiten auf beiden Seiten und in der 57. Minute bot sich in einer erneuten Überzahl der Panther die Möglichkeit auf den Ausgleich. Die Schüsse fanden jedoch nicht den erhofften Weg ins Tor und nachdem die Strafzeit der Kölner abgelaufen war kam es 79 Sekunden vor Spielende zum 6:5 Führungstreffer durch einen Konter. Bissendorf versuchte nun noch mal alles und nahm Torhüter Danny Sellmann zu Gunsten eines fünften Spielers vom Feld. Die Kölner hatten jedoch bei einigen Schüssen der Panther das nötige Glück und erzielten mit einem Konter das entscheidende 7:5 - 22 Sekunden vor Schluss.
Wenige Sekunden vor dem Ende kam es dann noch zu unschönen Szenen. Der Kölner Robin Weisheit verletzte Benjamin Hahnemann mit einem Stockendstich im Gesicht als er im Zweikampf gezielt den Arm nach oben riss, obwohl er den herannahenden Bissendorfer sah. Dass so etwas nichts auf dem Feld zu suchen hat, war eigentlich allen klar.
Die Schiedsrichter gaben jedoch nur eine völlig unangemessene Fünf-Minuten-Strafe für dieses Foul. Im Handgemenge nach dieser Szene erhielt Tommy Sellmann eine rote Karte, da er angeblich von der Bank auf das Spielfeld gesprungen war. In beiden Situationen hatten die Schiedsrichter das Geschehen nicht im Blick und die Strafenverteilung war eine Farce.
Das Spiel verloren die Panther jedoch auf Grund einer indiskutablen Leistung im ersten Abschnitt. Im nächsten Spiel am 14. April gegen die Highlander Lüdenscheid in der heimischen Wedemarkhalle sollte dann mit den genesenen Spielern wieder ein Sieg machbar sein.