ESC bietet Eishockeyspielern Perspektive

Wedemark Scorpions freuen sich über Kooperationsvertrag mit Eisbären Berlin

Mellendorf (sb). Eine Handvoll Jugendspieler schafft bei den Eisbären Berlin jährlich den Sprung in den Profikader. Die jüngst beschlossene Kooperation zwischen dem Deutschen Meister im Eishockey und den ESC Wedemark Scorpions könnte dazu führen, dass bald auch Wedemärker Talente die ganz große Bühne betreten.
Wie der ESC jüngst auf seiner Jahreshauptversammlung bekanntgab, ist eine Kooperation im Jugendbereich unter Dach und Fach. In den Oster-, Herbst- und Weihnachtsferien werden in Zukunft jeweils mehrere Wedemärker Eishockeyschüler Gelegenheit haben, einige Tage lang am Trainingsbetrieb in Berlin teilzunehmen. „Wer die Chance nutzt und sich gut präsentiert, kann mit dem Einzug ins Eisbären-Internat einen ganz großen Schritt in Richtung Profikarriere machen“, freute sich der ESC-Vorsitzende Jochen Haselbacher. Er fügte an, dass der Hauptstadtclub für die beste Nachwuchsarbeit in Deutschland bekannt sei. Als ob dieses Novum die Attraktivität der ESC-Jugendarbeit nicht schon kräftig erhöhen würde, planen die Eisbären, sich für die Kooperation zu revanchieren. „Sobald wir im Seniorenbereich eine Mannschaft in der Regionalliga haben, werden uns die Eisbären im Gegenzug jährlich einen Block, also einen Stürmer und zwei Verteidiger, zur Verfügung stellen“, erklärte Haselbacher. Eine solche Herrenmannschaft wird in der kommenden Saison erstmals am der Start gehen und benötigt, in der Verbandsliga startend, einen Aufstieg für das Erreichen der Regionalliga. Bögelsack und Haselbacher hatten kürzlich in einem mehrstündigen Gespräch m it Sportdirektor Stefen Ziesche von den Eisbären Berlin die Grundzüge der Zusammenarbeit zwischen den ESC Wedemark Scorpions und dm vielfachen Deutschen Eishockeymeister Eisbäre Berlin vereinbart. „Diese Zusammenarbeit ist für unsere Jugend- und Nachwuchsarbeit nicht hoch genug einzuschätzen“, so Haselbacher, der von dem Gespräch im Berliner Sportforum auch wegen der guten Atmosphäre außerordentlich angetan war. „Dass diese Kooperation zustande gekommen ist, verdanken wir auch den nach wie vor hervorragenden Kontakten, die Fiete Bögelsack, der selbst fast zwei Jahrzehnte in Berlin Eishockey gespielt hat, zu allen wichtigen Entscheidern bei den Eisbären Berlin hat“, so Haselbacher. Auch abgesehen von dem einmaligen Kooperationsprojekt gab es für Haselbacher am Freitag im Ice-House viel Positives zu vermelden. Zwar könnten die Vereinsausgaben noch nicht komplett durch Beitragseinnahmen gedeckt werden, aufgrund des Engagements vieler Sponsoren sei die Finanzisutaion aber „äußerst solide“. Auch die Entwicklung der Mitgliederzahl mache Hoffnung, dass der vor vier Jahren gegründete Verein noch nicht am Ende seines Weges ist. Von 170 Mitgliedern 2011 stieg die Zahl der Vereinszugehörigen innerhalb eines Jahres um mehr als zehn Prozent auf 190. Haselbacher und auch Eishockey-Spartenleiter Klaus Hilker bezeichneten das abgelaufene Vereinsjahr als das „mit Abstand erfolgreichste der Vereinsgeschichte“. Insgesamt wird sich die Anzahl der gemeldeten Teams in der kommenden Saison von drei auf sechs verdoppeln. Eine auf der Jahreshauptversammlung beschlossene Beitragserhöhung gewährleistet dabei die hohe sportliche Qualität der Arbeit im ESC. „Mit den Mehreinnahmen werden zum Beispiel gleich zwei Torwarttrainer finanziert“, sagte Haselbacher. Neben der Eishockeysparte befinden sich auch die Eiskunstläufer auf einem guten Weg. „Mehr Wettkämpfe und Schauläufe als in der abgelaufenen Saison hatten wir nie zuvor“, meinte die scheidende Spartenleiterin Myriam Gonsior. Sie stellte die Wiederholung der Eisrevue, dieses Mal in der Vorweihnachtszeit, in Aussicht. Für konkrete Informationen sei es aber noch zu früh. Die Vorstandswahl brachte am Freitag eine weitere Verfestigung der Vereinsstrukturen. Jochen Haselbacher wird die Wedemark Scorpions auch in den kommenden zwei Jahren als Vereinsvorsitzender anführen. Als sein Stellvertreter fand sich Robert Krämer, der in der Wedemark wohnt und selbst begeistert Eishockey spielt. Während Kiki Heimberg Schatzmeisterin bleibt und Ingo Haselbacher weiterhin das Amt des Schriftführers übernimmt, konstituierten die ESC-Mitglieder am Freitag auch einen Ehrenrat, der mit Myriam Gonsior, Kathrin Haselbacher und Markus Meyer besetzt ist.