Hobbits traten beim Championat an

Strahlende Gesichter bei den Hobbits und ihren Betreuern.

Dritter und vierter Platz bei den Mounted Games toller Erfolg

Mounted Games ist eine Staffelsportart, die für jede Menge Spannung steht und die seit 15 Jahren bei den Bissendorfer Hobbits des Turnclub Bissendorf betrieben wird. Aber was sind die Mounted Games, was etwa „berittene Spiele“ bedeutet, eigentlich? Es sind rasante Geschicklichkeits-Spiele zu Pferde, bei denen Teams aus fünf Reitern direkt gegeneinander antreten. Ursprünglich kommt dieser Sport aus England – woher auch sonst? Es gibt 26 international normierte Spiele. Im Galopp werden Staffelstäbe, Flaschen, Bälle oder Fahnen übergeben. Zudem müssen vom Pony Bälle aus Wassereimern gefischt werden, es wird im Galopp auf- und abgesprungen, um zum Beispiel Werkzeuge aufzuheben. Die Aktiven brauchen neben den reiterlichen Fähigkeiten auch eine Portion Athletik.
Während der Turniersaison vom Mai bis September fahren die Reiterinnen im Alter von zwölf bis 18 Jahren mit Eltern und Trainern an zirka sieben bis neun Wochenenden zu Turnieren, so nach Leipzig, Rendsburg Sieverstedt, Kirchwalsede oder Moordorf. Dort geht es um Ranglistenpunkte für das Championat. Die ersten zwölf Mannschaften in der „Tabelle“ nehmen am Championat teil. An einem Turnierwochenende finden dann jeweils sonnabends und sonntags zwei Vorläufe und das Finale statt. „Die Wochenenden sind für uns alle immer sehr aufregend. Wir schlafen in Zelten oder Wohnwagen, direkt neben den Pferden und essen im Freien“, so die Reiterinnen der Bissendorfer. Die Turniertage sind für alle auch immer wie ein kleiner Urlaub – ein Abenteuerurlaub.
Dieses Jahr konnten sich beide Bissendorfer Teams für das Championat der U18 (unter 18 Jahren), wenn Deutschlands beste Mounted-Games-Teams sich zusammenfinden, in Achim qualifizieren. In jedem Finallauf reiten sechs Mannschaften gegen einander, das Team eins ritt im A-Finale und Team zwei erreichte das B-Finale. Da Team Bissendorf zwei seine erste Saison bestritten hat, war alleine die Qualifikation zum Championat- der Deutschen Meisterschaft schon ein Riesenerfolg.
Am Sonnabend starteten beide Teams mit einigen Fehlern in den Wettkampf und lagen leider deutlich hinter den anderen Mannschaften zurück. Auch in der zweiten Qualifikation fand das Team eins mit Jordis Heeren mit „Sunny“, Jana Viets mit „Mogli, Marvin Ahrends mit „Alice“, Josefine Schirle mit „Coco“ und Juliane Timm mit „Harlequin“ nicht zu der gewohnten Form zurück. Dagegen zeigte das zweite Team mit Emma Geldermann mit „Clara“, Sarah Razouane mit „Veit“, Greta Döpke mit „Jette“, Fenna Dirksen mit „Lyn“ und Celina Bröker mit „Nanu“, dass es kämpfen kann und holte sich den vorletzen Platz. Am Sonntag war bei beiden Mannschaften der „Knoten geplatzt“ und es gab in beiden Läufen eine spannende Aufholjagd. In der Endabrechnung lag Team eins auf dem vierten Platz und Team zwei wurde verdienter Dritter. Alle – Reiter, Trainer, Eltern und Fans- konnten sich so doch noch über einen tollen Saisonabschluß freuen. An dieser Stelle geht auch ein dickes Danke an die vielen Förderer- Sparkassen-Sportfond, Lotto-Sportstiftung, Henstorf-Stiftung, TUI-Stiftung und die Uelzener Versicherung, ohne deren Förderung ein Start des zweiten Teams nicht möglich gewesen wäre.