Luthe-Reise wird für SCW zum Debakel

Trainer Michael Gaus: „Müssen nicht von Krise sprechen“

(sb). Die erste Fußball-Herrenmannschaft des SC Wedemark hat am vergangenen Sonntag eine bittere Niederlage einstecken müssen. Beim bis dato sieglosen TSV Luthe ging die Elf von Michael Gaus mit 0:4 unter und hat nun nur noch wenige Punkte Vorsprung vor den Abstiegsplätzen. „Wir haben verdient verloren, weil wir nicht aufmerksam genug gespielt haben und die nötige Aggressivität vermissen ließen“, sagte Gaus nach der Begegnung. Die passiven Bissendorfer, die nach 25 Minuten infolge eines von Dennis Doerr verursachten Handelfmeters in Rückstand gerieten, verzeichneten bis zum 0:2
(38. Minute) keine ernstzunehmende Torchance. Diese blieb das einzige echte Aufbäumen gegen die überlegenen Luther – der kurz zuvor eingewechselte Christian Wilkes köpfte den Ball in dieser Situation an der Torpfosten (40.). Nachdem sich die Bissendorfer in der Halbzeit viel vorgenommen hatten, wurden sie unmittelbar nach Wiederanpfiff kalt erwischt. Der zweite Spielabschnitt war
keine 60 Sekunden alt, als der stärkste Luther unbedrängt einen Querpass spielen konnte und ein Stürmer der Gastgeber leichtes Spiel vor dem Torwart hatte. Nachdem das Spiel entschieden war, plätscherte die Begegnung vor sich hin, ehe die Gastgeber in der 79. Minute sogar noch auf 4:0 erhöhten. „Das war ohne Frage eine schlechte Leistung meiner Mannschaft. Dennoch ist es zu früh, von einer Krise zu sprechen“, sagte Gaus, der auf den bereits gezeigten guten kämpferischen Einstellungen seines Teams, zum Beispiel im Auswärtsspiel beim TSV Helstorf, aufbauen will. Die nächste Chance dazu bekommt er bereits morgen: Dann gastiert Wacker Neustadt bei SCW. Dabei wird Gaus vermutlich auf die angeschlagenen Mario Kummer, Christian Wilkes und Dennis Doerr verzichten und deshalb auf einige Spieler des Reserveteams zurückgreifen müssen. Anstoß auf dem Bissendorfer Sportplatz ist um 15 Uhr. Beim TSV Luthe spielte der SC Wedemark in folgender Aufstellung: Birkner – Zimmermann, Bösche, M. Meyer – Doerr (38. Wilkes), Krampe, Kirchner, Ring, Kaiser – D. Meyer (65. Dikutz), Junker.