Nach desolatem Wochenende

Panther U19 gewinnt gegen Miners aus Oberhausen

Nach dem desolaten vergangenen Wochenende, konnte das U19-Bissendorfer-Panther-Team aus der Wedemark beweisen, dass das nur ein Ausrutscher gewesen ist. Mit 6:4 konnte man sich gegen die favorisierten Miners aus Oberhausen durchsetzen.
Das Inlinehockey-Spiel startete direkt mit hohem Tempo auf beiden Seiten und diesmal waren auch die Panther von der ersten Sekunde wach. Nach nur etwa einer Minute ergab sich eine Überzahlsituation, die auch direkt genutzt werden konnte. Lasse Michaelsen konnte einen abprallenden Schuss von Maarten Riemer verwerten und zum 1:0 einnetzen.
Im Folgenden ergaben sich Chancen auf beiden Seiten. Oberhausen mit leichtem spielerischen Übergewicht, aber Bissendorf stand in der Defensive gut und konnte auch selbst schöne Angriffe in Richtung Gästetor starten. Allerdings wurde ein individueller Fehler direkt bestraft, als ein komplett frei vorm Tor stehender Oberhausener den Ausgleich schon in der siebten Minute markieren konnte. Doch davon ließen sich die Raubkatzen nicht beeindrucken. So dauerte es bis zur 13. Minute, bis Lennard Boetcher nach einem Vorstoß der Miners den Ball zum frei stehenden Jean-Lennert Reckert klären konnte, welcher gekonnt die Führung wiederherstellte. Keine zwei Minuten später gewann Jean-Lennert Reckert ein offensives Bully und Erik Schöler vollstreckte per Direktabnahme zum 3:1, was auch der Pausenstand war.
Die Coaches Faupel und Rien zeigten sich durchaus zufrieden mit der Leistung und dem Einsatz ihres Teams, mahnten aber nicht nachzulassen und auch im gefürchteten zweiten Drittel an dem Spiel des ersten Abschnittes anzuknüpfen.
Dass das aber nicht in den Köpfen der jungen Mannschaft angekommen war, zeigte sich prompt. Nicht einmal fünf Minuten dauerte es, bis Oberhausen nicht nur ausglich, sondern selbst mit 3:4 in Führung ging. Die Trainer nahmen eine Auszeit und rüttelten ihre Schützlinge wieder wach. Folgerichtig konnte abermals Jean-Lennert Reckert auf Zuspiel seines Sturmpartners Erik Schöler die Kugel ins obere Eck versenken. Nun zeigte sich ein ausgeglichenes Spiel auf beiden Seiten. Teilweise wurden die sich bietenden Chancen leichtfertig vergeben, aber insgesamt zeigte jeder Spieler des Heimteams die Einsatzbereitschaft, die am vorherigen Wochenende vermisst wurde. Die Hintermannschaft um Goalie Caroline Schmieta stand größtenteils stabil, sodass auch eine Unterzahl schadlos überstanden werden konnte und es mit 4:4 in die Pause ging.
Im letzten Drittel hieß es, sich für das größtenteils gute Spiel mit drei Punkten zu belohnen. Dementsprechend motiviert und konzentriert starteten die Panther, hatte man doch schon erfahren was passiert, wenn man gegen starke Gegner wie Oberhausen fünf Minuten nicht fokussiert ist. Bereits drei Minuten nach Drittelbeginn verschlug es einen Oberhausener auf die Strafbank und Maarten Riemer schoss mit einem schönen Schlagschuss auf Zuspiel von Jean-Lennert Reckert sein Team wieder in Front. Direkt im Anschluss musste jedoch Jan Stahlhut auf Seiten der Panther in der Kühlbox Platz nehmen. Die Unterzahlformation kämpfte allerdings aufopferungsvoll und konnte den Ausgleich verhindern. Das Spiel lief weiter mit guten Chancen auf beiden Seiten, die die Goalies aber zu egalisieren wussten. In der 55. Minute kamen die Panther abermals in Überzahl und das Überzahlteam zeigte wieder, dass es einen Sahnetag erwischt hatte. Diesmal war es Erik Schöler, der auf Vorlage von Lasse Michaelsen den Vorsprung auf 6:4 ausbaute.
Die letzten fünf Minuten kämpften alle Panther mit großem Einsatz und Caroline Schmieta im Tor konnte alle Schüsse der starken Miners abwehren. So konnte ein verdienter Sieg eingefahren werden.
Die Freude im Team war groß, hatte man doch einen vermeintlich stärkeren Gegner geschlagen, sein Potenzial gezeigt und wieder offensichtlich Spaß am Spiel gehabt. Auch die Trainer zeigten sich sichtlich zufrieden, hatte das Training in den letzten Wochen doch Früchte getragen. An dieser Leistung gilt es anzuknüpfen und noch daran zu arbeiten, über 60 Minuten konzentriert zu bleiben.
Am kommenden Wochenende steht der Junioren-Länderpokal in Assenheim an, an dem mit Jean-Lennert Reckert, Erik Schöler, Simon Dyck, Maarten Riemer, Jan Stahlhut, Lasse Michaelsen und Caroline Schmieta gleich sieben Bissendorfer für Niedersachsen antreten. Gecoacht wird das Team von Panther-Trainer Mirco Uttke. Dort steht man den Teams aus NRW, Bayern, Berlin/Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Hessen und Baden-Württemberg gegenüber. Besonders schön ist, dass das Turnier dieses Jahr von so vielen Mannschaften wahrgenommen wird. Mecklenburg-Vorpommern, Hessen und Baden- Württemberg waren die vergangenen Jahre nicht vertreten. Dauerfavorit ist natürlich NRW, aber auch Bayern schnitt die vergangenen Jahre immer gut ab. Die anderen Verbände dürfen allerdings auch nicht unterschätzt werden, lieferte man sich beispielsweise mit Berlin immer knappe Spiele und kennt einige Gegner noch gar nicht. Das Team, welches durch Spieler aus Lüneburg, Wilhelmshaven, Bergedorf und Holtenau komplettiert wird, wird natürlich alles geben, um eine gute Platzierung zu erreichen.
Für die Panther spielten: Jean-Lennert Reckert (2 Tore/ 2 Assists), Simon Dyck, Caroline Schmieta (Goalie), Maja Dyck (Goalie), Jan Stahlhut, Maarten Riemer (1/1), Joshua Döring, Lennard Boetcher (0/1), Erik Schöler (2/1), Lasse Michaelsen (1/1), Luc Conseil und Marc Wegener.