Panther machen es unnötig spannend

Denkbar knapp mit 6:5 nach Penaltyschießen siegten am vergangen Samstag die Bissendorfer Panther gegen die Duisburg Ducks in der ersten Skaterhockeybundesliga. Bis zur 45. Minute hatten die Wedemärker die Partie im Griff ehe diese aufgrund Strafzeiten kippte.
Tabellenplatz fünf (Panther) gegen Platz acht (Ducks) oder das ewige Duell der Bundesligadinos – wie man es auch nennt: Die Partien zwischen Duisburg und der Wedemark waren immer knapp und hart umkämpft und gerade in der Wedemarkhalle konnten die Duisburger vier der letzten fünf Partien für sich entscheiden. Allerdings verfügen die Panther derzeit über reichlich Selbstbewusstsein aus den letzten Partien und so gingen die Raubkatzen die Partie entsprechend mit breiter Brust an. Es dauerte etwas über vier Minuten ehe die 220 Zuschauer den ersten Treffer der Panther durch Patrick Baude im Nachschuss bejubeln konnten. Auch im Rest des ersten Drittels zeigten die Panther eine sehr konzentrierte Leistung in der Defensive und immer wieder sauber vorgetragene Angriffe. In der zwölften Minute vollendete Pantherroutinier Markus Köppl einen dieser Angriffe zum zweiten Treffer. Duisburg konnte zwar den Anschluss erzielen, Sebastian Miller erhöhte aber kurz vor Drittelende verdient auf 3:1.
Im zweiten Drittel zeigten die Panther weiter eine sehr souveräne Leistung, ließen kaum Chancen der Ducks zu und kamen selbst zu einigen Möglichkeiten. „Gerade in den ersten beiden Dritteln haben wir eine sehr solide, defensive Leistung gezeigt“, so Trainer Darian Abstoß, der am Samstag sogar auf zwei seiner besten Sturmtanks, Karl-Arne Reiffen und Lars Barlsen und den gesperrten Abwehrschrank Maxim Faber, verzichten musste. Folgerichtige kam Duisburg zu keinem weiteren Treffer während auf Seiten der Niedersachsen Chris Otten einen sehr schönen Treffer auf Vorlage von Marvin Hoferichter erzielen konnte. 4:1 somit nach dem Mittelabschnitt.
Im Schlussdrittel hätten die Panther also nur ihren Stiefel weiter herunterspielen müssen. Aber es kam anders. Zunächst erzielten die Ducks den Anschlusstreffer, der aber sicherlich niemanden im Publikum Sorgenfalten auf die Stirn trieb – zu souverän war der Auftritt der Panther bis zu die dieser Minute. Bis zur 45. Minute. In dieser setzte Chris Otten zu einem Check an, der durch die Brille der Panther betrachtet kaum der Rede wert gewesen wäre und keinesfalls eine Strafe nach sich ziehen hätte müsse. Das hingegen sahen die Offiziellen anders, verhängten eine Zwei-Minuten-Strafe, die wiederum zu wüsten Protesten bei den Norddeutschen führten. Diese Proteste hingegen gingen über das gebührende Maß hinaus, was die Schiedsrichter mit gleich zwei Bankstrafen bestraften. Danach durften die Panther nur noch zwei Spieler auf die Fläche senden, die sich vier Ducks gegenüber sahen, die ihrerseits sich diese Chance nicht entgehen ließen und mit zwei Treffern zum 4:4 ausgleichen konnten. Als die Ducks die anschließende Verunsicherung der Panther gar zu ihrem fünften Treffer nutzen konnten, war der Spielverlauf auf den Kopf gestellt. Allerdings wollten sich die Wedemärker damit keineswegs abfinden und stemmten sich im Anschluss mit Mann und Maus gegen die drohende Niederlage. In der 54. Minute konnte dann Tim Strasser den umjubelten Ausgleich für die Bissendorfer herstellen. Im Anschluss folgte ein offener Schlagabtausch zwischen beiden Teams, in denen vor allem die Schlussleute überzeugten – von Souveränität war allerdings bei den Panthern nicht mehr viel zu sehen. Da keine Treffer mehr fielen, musste die Entscheidung im Penaltyschießen fallen. Hier zeigten die Panther aber wieder absolute Klasse: Nach zwei souverän verwandelten Penaltys durch Tim Strasser und Kapitän Sebastian Miller und zwei starken Paraden von Danny Sellmann gegen die Ducks stand der Sieg schnell fest. „Zum Glück haben wir uns noch den Sieg über das Penaltyschießen geholt – ansonsten hätten wir uns sicherlich sehr ärgern müssen,“ So Trainer Abstoß, der noch anfügte, dass man das Spiel ohne die Bankstrafen sicherlich souverän über die Bühne gebracht hätte.
Kommenden Samstag kommt mit dem HC Köln-West der nächste Meisterschaftsanwärter in die Wedemarkhalle. Dann gilt es für die Panther die Leistung der ersten beiden Drittel zu wiederholen, um die nächsten Punkte auf das Konto zu holen.