Panther souverän im Sauerland

Inline-Hockey-Skater besiegen Auswärtsfluch

Der Auswärtsfluch, lange Jahre zweifelhaftes Markenzeichen der Bissendorfer Panther in der ersten Skaterhockeybundesliga, scheint endgültig Geschichte zu sein. Nachdem man am letzten Wochenende knapp beim Meister verlor, gab es an diesem Sonnabend einen souveränen 7:2-Sieg bei den Sauerland Stell Bulls. Gleich mit vier kompletten Reihen reisten die Panther nach Menden. Das Trainergespann Tim Lücker und Darian Abstoß wollte die Bulls mit maximaler Laufbereitschaft, Leidenschaft und Kondition dank numerischer Überlegenheit in die Knie zwingen. Gut war das Hinspiel den Wedemärken gegen die Steel Bulls in Erinnerung, in dem die Panther schier am Abwehrbollwerk und vor allem am Sauerländer Keeper verzweifelten. Die Marschrichtung für die Auswärtspartie war also klar: Mit vier Reihen den Druck so hoch halten, dass irgendwann die Kraft der Bullen schwindet. Und genau diese Taktik drückte dem ersten Drittel den Stempel auf: Die Panther rannten förmlich an – alle vier Reihen sorgten mit offensiver Ausrichtung für erheblichen Druck auf die Sauerländer Defensive, während der Sauerländer Schlussmann Sebastian May Parade um Parade zeigte. Über 30 Panther-Schüsse auf das Tor zählten die Bissendorfer Offiziellen, während die Steel Bulls gerade drei Versuche auf das Tor der Norddeutschen brachten. Allein nur ein Treffer wollte den Panther gelingen: Pantherurgestein Markus Köppl traf auf Zuspiel von Karl-Arne Reiffen. Im zweiten Drittel stellte Sauerland ihr Spielsystem um, dennoch dominierte Bissendorf weite Teile des Mittelabschnittes. Dennoch passierte lange Zeit nichts zählbares, bis die dritte Reihe in Person von Jan Boettcher einen Doppelschlag in der 34. Minute setzte. 3:0. Sauerland konnte zwar noch den Anschluss erzielen aber erneut Reiffen auf Köppl kurz vor der Sirene sorgte für das aus Bissendorfer Sicht beruhigende 4:1 zum Ende des zweiten Drittels. Im Schlussabschnitt spielten die Panther weiter souverän ihren Stiefel runter und ihre numerische Überlegenheit aus. Insbesondere die Unterzahlformation der Panther mit den Herren Sellmann, Miller und Pries zog den Steel Bulls im Schlussabschnitt gleich zwei Mal den Zahn und blieb ohne Gegentor. Zwar gelang den Sauerländern noch ein weiterer Treffer, doch Felix Gollasch auf Vorlage von Patrick Baude in der 42. Minute, Chris Otten in der 53. und erneut eine sensationelle Kombination von Reiffen, Köppl sorgte für den 7:2-Endstand. Die Panther rangieren nach diesem wichtigen Sieg punktgleich mit den Highlandern Lüdenscheid auf dem sechsten Rang. Kommende Woche kommt es dann in Mellendorf zum nächsten Showdown mit dem derzeitigen Spitzenreiter, den Crash Eagles aus Kaarst.