Panther verlieren trotz guter Leistung in Kaarst

Die Formkurve der Bissendorfer Panther zeigt in der Inline-Skaterhockey-Bundesliga weiter nach oben – auch wenn es am Sonntag beim Titelanwärter aus Kaarst eine knappe 8:5-Niederlage gab. Die Entscheidung fiel dabei erst in den letzten Minuten der Partie.
Eines war Panthercoach Tim Lücker vor der Partie in Kaarst bei den Crash Eagles klar: Es braucht einen Sahnetag und weiterhin eine gute Form, um die Chance auf Punkte zu wahren. Seine Spieler sollten ihn bezüglich Einsatz und Leidenschaft nicht enttäuschen – mit den Punkten wurde es dennoch nichts. Letzten Endes zeigte gleich die erste Minute des Spiels, wie dieses Enden sollte: Die Panther spielten engagiert und leidenschaftlich, erkämpften sich im eigenen Drittel den Ball und trugen einen akkuraten Angriff vor, den man leider nicht im Tor der Crash Eagles unterbringen konnte. Den daraus hingegen entstehenden Konter nutzte die Heimmannschaft geschickt zum ersten Treffer des Tages. Geschockt zeigte sich von diesem Treffer bei den Norddeutschen allerdings niemand und so konnte in der vierten Minute Maxim Faber auf Zuspiel Markus Köppl ausgleichen. Was folgte war ein recht offener Schlagabtausch mit einem Chancenplus für Kaarst, das allerdings Danny Sellmann im Tor der Bissendorfer, immer wieder mit Glanzparaden ausgleichen konnte. In der 14. Minute war er dann allerdings machtlos – Kaarst traf zum 2:1 und in der 19. gar zum 3:1. Durchaus ein realistischer Spielstand insbesondere, wenn man bedenkt, dass Kaarst die mit Abstand beste Offensive der Liga stellt.
Im zweiten Drittel war es dann erneut diese Offensive, die auf 4:1 erhöhte und einige der erstaunlich zahlreichen Zuschauer – schließlich stand das Spiel im Wettbewerb zu einem Fußballweltmeisterschaftsfinale – werden sich hier schon über sichere drei Punkte für das Heimteam gefreut haben. Allerdings zeigten die Wedemärker erneut beeindruckende Moral und kämpften sich durch Tore von Sebastian Miller (31. Minute), Janne Goebel (35. Minute) und den famos aufspielenden Lars Barlsen (39. Minute) bei einem weiteren Gegentreffer durch Marcel Noebels (35. Minute) heran. Es ging also mit 4:5 aus Bissendorfer Sicht in die zweite Pause.
Der Schlussabschnitt musste also die Entscheidung bringen und die Panther witterten ihre Chance auf die Sensation: Und so war es Karl-Arne Reiffen, der sich in der 43. Minute sehenswert durch die Defensive der Crash Eagles tankte und zum Ausgleich einschoss. Das Spiel wogte nun hin und her mit einem leichten Chancenplus für die Norddeutschen. In der 49. Minute begannen dann die entscheidenden Minuten: Kaarst erhielt eine 2+2 Strafe und die Panther konnten vier Minuten Powerplay aufziehen – allerdings schwächelten sie und erzielten keinen Treffer. Unmittelbar danach mussten dann gleich zwei Panther in die Kühlbox und – die erste Minute sei in Erinnerung gerufen – die Crash Eagles aus Kaarst machten es wieder besser als zuvor die Panther: gleich zwei Treffer erzielten die Rheinländer in der 54. Minute. Der achte Treffer für Kaarst fiel kurz vor Schluss, als Danny Sellmann sein Tor im Tausch gegen einen weiteren Feldspieler verlassen hatte. Dennoch waren die beiden Panthertrainer Tim Lücker und Darian Abstoß nicht nur enttäuscht ob der knappen Niederlage: „Das ist natürlich ärgerlich, dass sich ein solches Spiel so entscheidet, dennoch hat man gesehen, dass wir über weite Strecken in der Lage sind auf Augenhöhe mit einem absoluten Meisterschaftsanwärter zu spielen,“ so Darian Abstoß nach der Partie.
Mit dem Erfolg klettern die Crash Eagles wieder an die Tabellenspitze, die Panther rutschen auf Rang sechs ab. Kommende Woche geht es für die Panther zu den Sauerland Steel Bulls und in der Folgewoche, am 28. Juli kommt es dann schon zum Rückspiel in Mellendorf gegen die Crash Eagles aus Kaarst.