Pferdebegeistert

Brelinger zu Besuch bei der EM in Luhmühlen

Alle zwei Jahre wird sie von der FEI ausgetragen, die Europameisterschaft der Vielseitigkeit. Zuletzt 2017 in Strzegom in Polen, fiel die Wahl des Austragungsortes für 2019 auf Deutschland, genauer gesagt auf Luhmühlen. Der kleine Ort im Süden Hamburgs ist national und international bekannt als das „Mekka der Vielseitigkeitsreiterei“ in Deutschland und ist daher seit 1953 auch bereits zum sechsten Mal Gastgeber dieser EM. Eine EM und das nur einen Katzensprung von uns entfernt – für Freitzeitwartin Lisbeth Müller-Stephan eine klare Sache: Da wollen wir hin! Der Reitverein Brelinger Berg e.V. lud also ein zum Tagesausflug nach Luhmühlen und so sammelten sich vergangenen Samstagmorgen insgesamt 18 Brelinger, um gut gelaunt und mit reichlich Deutschlandfahnen bewaffnet gemeinsam als Karavane in Richtung Luhmühlen aufzubrechen. Um neun Uhr am Turniergelände angekommen lotste Lisbeth, die selber bereits Erfahrungen in der Vielseitigkeit sammeln durfte, ihre pferdebegeisterte Reisegruppe gekonnt Stück für Stück entlang der ca. sechs km langen Geländestrecke. Insgesamt 73 Pferde aus 17 Nationen gingen an den Start, davon zwölf deutsche Reiter, die von den Brelingern natürlich ausgiebig angefeuert wurden. Begleitet von Sonnenschein und blauem Himmel machte die Gruppe auf ihrer Tour zwischen den Hindernissen regelmäßig Picknickpausen, um sich mit den zahlreichen Leckereien zu stärken, die sie im Gepäck dabeihatten. Am Ende der Strecke angelangt folgte dann nochmal ein Abstecher in die ausgiebige Einkaufszeltstadt, bevor alle dann gegen 16 Uhr müde und zufrieden wieder in die Autos stiegen, um die Heimreise anzutreten. Das Fazit: Ein toller Tag, bestes Wetter, eindrucksvolle Hindernisse, unerschrockene Pferde und hochmotivierte Reiter. Und so wurde auch am Sonntag noch fleißig von zu Hause aus am Fernseher mitgefiebert, als die Deutschen in der letzten Teildisziplin, dem Springen, nochmal alles gaben und sich so den Sieg in der Teamwertung (vor Großbritannien) sowie Rang eins (Ingrid Klimke) und Rang zwei (Michael Jung) in der Einzelwertung sicherten.
Besser hätte es nicht laufen können!