Schneller als gedacht

Die erfolgreiche Mannschaft von Freibauer Wedemark: Johannes Bäuerlein (von links), Robert Süling, Joachim Cuno, Heiko Buß, Gerd Niebuhr und Anatolij Romakin. 

Schachclub „Freibauer Wedemark“ vorzeitig in die Verbandsliga aufgestiegen

Nach den letztjährigen Aufstiegen beider Mannschaften des Vereins Freibauer Wedemark wurde im Oktober 2018 von den Mannschaftsführern, Heiko Buß von der ersten und Konrad Schulze von der zweiten Mannschaft vorausschauend diskutiert, wie viele Mannschaftssiege wohl von den Mannschaften benötigt werden würden, um den Verbleib in den jeweiligen Ligen abzusichern. Sechs Punkte beziehungsweise drei Siege sollten es laut den angestellten Hochrechnungen pro Mannschaft mindestens sein. Der einhellige vorsichtige Tenor war: „Mal sehen, ob das klappt?“
Die erste Mannschaft startete munter in die neue Saison gleich mit drei Siegen hintereinander gegen SVg Steinhude, SG WB Eilenriede 2 und SF Mühlenberg. Ziel erreicht!
Doch es kam, für alle sehr überraschend, noch viel besser. Auch an den vier folgenden Spielsonntagen brauchte keine einzige Mannschaftsniederlage verschmerzt werden. Bisher stehen also sechs Siege und ein Unentschieden zu Buche. Damit sind die Freibauern momentan tatsächlich Tabellenführer und der zweite Platz, der zum erneuten Aufstieg berechtigen würde, ist ihnen in den zwei noch ausstehenden Mannschaftskämpfen theoretisch und praktisch nicht mehr zu nehmen. Versucht man nun, den Ursachen dieses großartigen Erfolges auf die Spur zu kommen, stößt man zunächst auf eine gut durchwachsene Altersstruktur der Akteure. Das Küken der Mannschaft, Leon Zweigait, ist gerade einmal zwölf Jahre alt. Dann folgen unsere beiden Studenten und Leistungsträger an den beiden Spitzenbrettern, Robert Süling mit 21 und Johannes Bäuerlein mit 22 Jahren. Der Älteste der Mannschaft ist Gerd Niebuhr mit mittlerweile 81 Jahren. Damit mischen sich in der Mannschaft vorteilhaft altersbedingte Ausgeglichenheit und Vernunft mit jugendlicher unbekümmerter Angriffslust. Von der Leistungsstärke eines jeden Spielers her, gibt es bei uns keine sehr großen Unterschiede zu den beiden Spitzenbrettern. Diese leistungsmäßig fast gleichmäßige Besetzung aller acht Bretter machte sich bisher besonders positiv an den unteren Brettern bemerkbar. Dort konnten die meisten Siegpunkte eingefahren werden. Zudem konnten wir den Schachfreund Anatolij Romakin zurückgewinnen, der bisher wirklich überragend mit sechs Punkten aus sechs Spielen abgeschnitten hat.
Eine Extraerwähnung verdient auch der zwölfjährige Leon, der tatsächlich mit ebenfalls sechs Punkten aber aus sieben Spielen toll für die Mannschaft gepunktet und damit einen Quantensprung in seiner Spielstärke gemacht hat.
Die zweite Mannschaft hingegen konnte bisher nicht an die Erfolgsbilanz der ersten Mannschaft anknüpfen. An den zwei noch ausstehenden Spieltagen kann sie jedoch immerhin noch das gesteckte Ziel von drei Siegen erreichen, auch wenn es schwer werden wird.