SCW mit energiebewussten Maßnahmen

SCW-Vorstandsmitglied Jörg Becker (Mitte) freut sich über die Mitteilung von Eberhard Röhring-van der Meer und Belinda Schenkling, dass die Region Hannover die energetische Sanierung mit rund 20.000 Euro unterstützen wird. (Foto: S. Birkner)

Sportverein führt energetische Sanierung des Clubheims durch

(sb). Die zur Verfügung stehenden Gelder wirtschaftlich einzusetzen und dabei gleichzeitig auf Dauer umweltfreundlich zu handeln ist eine Zielsetzung, die nur wenige Sportvereine erfolgreich verfolgen können. Einer von ihnen ist des SC Wedemark (SCW): Der Bissendorfer Club stellte in der vergangenen Woche eine Reihe von Maßnahmen vor, die auf ökologischer und ökonomischer Basis zukunftsgerechte Erneuerungen darstellen. Zur energetischen Sanierung des Vereinsheims am Sportplatz stellte SCW-Vorstandsmitglied Jörg Becker die Eckpunkte heraus: „Im vergangenen Jahr haben wir bereits die Warmwasserbereitung mit Photovoltaiktechnik ausgestattet und die gesamte Heizungsanlage erneuert.“ Für das laufende Jahr seien unter anderem Arbeiten im Bereich der Wärmedämmung und der Dichtung von Türen und Fenstern geplant, erklärte Becker.Die Umsetzung der Projektidee begann 2009 mit von Becker als „energetische Sofortmaßnahmen“ bezeichneten Arbeiten, die zum Beispiel die Ökonomisierung der Toilettenspülung oder den Einsatz von Energiesparlampen einschlossen. „Die Jahreshauptversammlung hat dann 2010 ein Budget von 60.000 Euro bewilligt, um die langfristigen Maßnahmen umsetzen zu können“, erklärte Becker. Er selbst habe rund 250 Arbeitsstunden alleine in die Projektplanung investiert.
Für den etwa 400 Mitglieder starken Verein bedeutet das Projekt natürlich eine erhebliche finanzielle Belastung. „Wir müssen bedenken, dass der Hauptfokus des SCW weiterhin auf dem Sport und nicht auf dem Umweltschutz liegt“, gab Becker zu bedenken. Um ihre Nachhaltigkeitsbemühungen langfristig finanziell zu sichern, haben sich Becker und seine Kollegen deswegen die Unterstützung verschiedener Geldgeber gesichert. So wurden Teile des Sanierungsprojekts sowohl ins Sportförderprogramm der Gemeinde Wedemark als auch in der e.co-Sport-Programm der Region Hannover integriert. „Von dieser Stelle gibt es nicht nur finanzielle, sondern auch thematische Hilfestellung“, freute sich Becker. Über die Höhe der Unterstützung gab bei einem Pressetermin der Geschäftsführer des Umweltzentrums Hannover, Eberhard Röhring-van der Meer, Aufschluss. Er bestätigte, dass die Region Hannover das Projekt mit rund 20.000 Euro unterstütze und begründete dies in der Funktion des Sports als gesellschaftliche Aufgabe. „Die Region Hannover bezuschusst Maßnahmen, die für den Träger ohne finanzielle Unterstützung unwirtschaftlich wären“, sagte Röhring-van der Meer. Im Vorfeld sei hierzu ermittelt worden, dass der SCW dank der durchgeführten Maßnahmen jährlich rund 2500 Euro einsparen könne. „Dieses Geld kommt später direkt dem Vereinsleben zugute“, lobte er.