Tennisclub Bissendorf blickt zurück

Aktive des Tennis Clubs Bissendorf vor dem Start des „bunten Turniers“ im Sommer auf der Anlage am Rahlfsberg.. Foto: Privat
 
Das erfolgreiche Team der C-Junioren von links: Julius, Morten, Lennart, Levin, Frederik, es fehlt: Justus. Foto: Privat
Bissendorf.Corona sorgte für eine spezielle Tennissaison beim Tennisclub Bissendorf, fast wie im Vorjahr. Auch in diesem Jahr zogen einige Mannschaften des TCB ihre Meldung vor dem Saisonstart zurück, so die Herren 40, die als TCB-Aushängeschild in der Regionalliga Nord-Ost angetreten wären.Andere TCB-Mannschaften ließen sich nicht beirren. Insgesamt fünf Damen-Teams und zehn Herren-Mannschaften sowie zehn Jugend-Teams starteten, spielten und hatten zumeist großes Vergnügen. Dies dürfte besondere für diejenigen fünf Teams gelten, die zum Teil souverän Meister in ihren jeweiligen Ligen und Staffeln wurden (Siege schmecken eben doch besser als Unentschieden): die Damen 40 II um Erika Starke, die Herren I um Finn Palczewski, die Herren 40 II um Thomas Lingner, Herren 50 II um Ralf Holthaus, die Herren 50 III um Hans Marten, und die TCB-Youngster Junioren C um Levin Hille.
Aber auch die anderen TCB-Teams haben sich mit den Worten der Sportwarte Josefine Bollwahn und Andreas Ziegra ein großes Lob verdient, zeigten sie doch sowohl Sports- und Teamgeist und vertraten den TCB jeweils fair, sportlich und gut. Die jeweiligen Matches wurden selbstverständlich im Nachhinein resümiert, um noch besser gewappnet entweder in die kommende Winter-Hallensaison zu starten oder sich auf die nächste Freiluft-Saison 2022 vorzubereiten.Besonders hervorzuheben ist die intensive Jugendarbeit des TCB. Die Aussage bemisst sich nicht nur an der großen Zahl der aktiven Jungen, Mädchen, Teens und Teenager: 115 der insges 341 zu Beginn der Saison gemeldeten TCB-Clubmitglieder sind unter 18! Drei davon sind noch nicht einmal im schulpflichtigen Alter. Sie alle genießen das engagierte Training von Josephine Bollwahn, Peter Palczewski, Torsten Fischer und denjenigen, die an ihrer jeweiligen Lizenz arbeiten, um in absehbarer Zeit selbst (Haupt-) amtliche Trainer sein zu dürfen.
Diese über 100 Kinder fanden sich in zehn Teams, die am TNB-Meisterschaften teilnahmen: vier Jungen- und sechs Mädchen-Teams starteten breit gestreut – ihrem jeweiligen Leistungsvermögen entsprechend: von der Regionsklasse bis zur Verbandsliga (Juniorinnen A) war alles vertreten. Dabei bringen sich viele Eltern in die Aktivitäten ein und unterstützen das stetig anwachsende Trainerteam.
Junioren C feiern Double: Meisterschaft und Pokalsieg
Die obige Behauptung findet ihren Beweis auch in der zum Teil beeindruckenden individuellen sportlichen Entwicklung der Spieler sowie in sehr erfolgreichen und interessant zu beobachtenden Spielen oder Begegnungen in ihren jeweiligen Altersklassen und Ligen. Zwei Teams erreichten in ihren jeweiligen Staffeln einen guten zweiten Platz: die Juniorinnen A II (Lara Thoms, Carlotta Becker) und die Juniorinnen B II (Viktoria Marten, Josefine Berndt). Besonders erfolgreich waren die Junioren C mit Frederik Specht, Julius Holthaus, Justus Tabke, Lennart Neemeyer, Levin Hille, Morten Bethke und Paul Götze. Sie gewannen alle ihre vier Punktspiele, nicht zuletzt aufgrund einer fürsorglichen Betreuung durch einige Eltern, die ihre Sprösslinge taktisch schulten und kulinarisch versorgten.
Nach der Meisterschaft trainierte diese Mannschaft für weitere Spiele, denn nach den Sommerferien ging es für die Junioren C in die Pokalrunde, in der sie an ihre Erfolge der regulären Saison anknüpfen konnten. Das Drücken der Daumen und die Wünsche nach gutem Gelingen halfen: sie gewannen die Pokalrunde der Regionsliga (für Vierer Mannschaften), indem sie im Endspiel die Spieler des TV Gehrden besiegten. Das gemeinsame Training in den Wochen vor dem wichtigen Spiel und das Hinfiebern auf den Termin half: Der Sieg stand überraschend bereits nach den Einzeln mit 4:0 fest. Der Teamgeist in der Mannschaft zeigte sich auch darin, dass Morten Bethke seinem Freund Julius Holthaus im Doppel den Vortritt ließ und diesem damit die Chance auf einen weiteren Einsatz verschaffte. Julius nutzte die Gelegenheit und konnte seinen Anteil dazu beitragen, dass beide Doppel gewonnen wurden – zum Endstand eines klaren 6:0. Im Anschluss wurde mit den Gästen zusammen gegessen und bis in die Abendstunden gefeiert sowie weitere Stunden Tennis gespielt. So würdigen bereits die Jüngeren die leckeren Speisen und Getränken der Gastro-Familie Heleta, die während und nach den jeweiligen sportlichen Aktivitäten angeboten werden – in der Wedemark ist der sogenannte Platz zehn bei vielen Menschen sehr beliebt.

Bei den diesjährigen Club-Meisterschaften des TCB im Einzelwettbewerb gab es insgesamt 63 namentliche Meldungen (zehn Damen und 53 Herren) für die fünf ausgetragenen Wettbewerbe Damen, Damen 35, Herren, Herren 35 und Herren 55. Für die Gruppenspiele hatten die Teilnehmenden rund sieben Wochen Zeit, um sich für die K.O.- Runden zu qualifizieren. Am Wochenende des 10. bis 12. September 2021 fanden die Meisterschaften mit den Viertel-, Halbfinal- und Finalspielen ihren Abschluss - entgegen den Prognosen doch ohne Regen, am Sonntag sogar bei schönem Spätsommerwetter.In der offenen Klasse der Damen setzte sich in reinen Gruppenspielen die Favoritin Josephine Bollwahn vor Johanna Marten, Katharina Blume und Viktoria Marten durch. Bei den Damen 35 war Wera Holthaus gegen Katja Marten erfolgreich und errang mit 6:2 und 6:4 den Meistertitel.
Die Konkurrenz der offenen Klasse der Herren wurde aufgrund verschiedener Ursachen nur bis zum Viertelfinale gespielt. Im Wettbewerb der Herren 35 sicherte sich Torsten Powroznik in einem spannenden Endspiel gegen Frank Hilke mit 6:3, 4:6, 7:6 erstmals den Clubmeistertitel.

In der Konkurrenz der Herren 55 setzte sich Jörn Sund in einem äußerst umkämpften Match mit 7:5, 6:3 gegen seinen Mannschaftsspieler Martin Hube durch, der seinerseits im Halbfinale Fritz Heidecke mit 7:6, 6:3 niedergerungen hatte. Die zahlreichen Zuschauer freuten sich über spannende und faire Finalspiele. Die Akteure zeigten gutes Tennis bei hart umkämpften Spielen. Anschließend ging es zum gemütlichen Teil auf Platz zehn weiter. Für das leibliche Wohl der Spieler und Zuschauer sorgte wie immer Familie Heleta. Nach der Siegerehrung bedankte sich Benno Heinichen ( 1. Vorsitzender des TCB ) bei Norbert Höfer und Andreas Ziegra für die ausgezeichnete Turnierleitung.

Wissend, dass Tennis im Vergleich zu anderen Sportarten von manchen als privilegiert angesehen wird, da den gelben Filzbällen nachgejagt werden konnte, als andere Sportler sich noch individuell auf ihre jeweiligen Wettbewerbe vorbereiteten und lediglich „Trockenübungen“ durchführen durften beziehungsweise mussten, haben sich der Tennisclub Bissendorf als Verein, der Vorstand sowie alle Mitglieder diesen besonderen Möglichkeiten gewachsen erwiesen. Nicht zuletzt gelang dies dank des großen Einsatzes des Corona-Beauftragten Rolf Dörge, der bereits seit April 2020 für alle neuen Regelungen, die Bund und Land im Verlauf der letzten 20 Monate erließen, eine jeweils angemessene Umsetzung für den TCB erarbeitete. Dieses Engagement kann in seinen Auswirkungen kaum überbewertet werden. Seine damalige spontane Bereitschaft, diese Aufgabe zu übernehmen und der Enthusiasmus, mit dem er zwar für einige Nachfragen sorgte (der TCB bildet das gesamte Spektrum der Gesellschaft ab), hat zunächst dazu beigetragen, dass Sport auf der TCB-Anlage betrieben werden konnte. Ebenso ist es ihm sicherlich in großem Ausmaß zu verdanken, dass alle im TCB gesund und virenfrei durch diese Zeit der Zumutungen gehen konnten; zumindest hat es keine Verdachtsfälle oder Corona-Erkrankungen gegeben, die auf das TCB-Umfeld zu beziehen waren. Ebenso wie anderen, die ehrenamtlich aktiv sind und ihren spezifischen Beitrag für das Gesamte leisten, wird viel zu wenig dafür gedankt. Beim TCB wurde Rolf auf der Mitgliederversammlung dafür jedoch uneingeschränktes Lob ausgesprochen.So bildeten die Vereinsmeisterschaften den sportlichen Saisonhöhepunkt. Dieser wurde wie in den Vorjahren von einigen Breitensportveranstaltungen eingerahmt, von denen das bunte Turnier im August oder der Alien-Cup beispielhaft in Erinnerung geblieben sind. Ohne Corona wären mehr Veranstaltungen durchgeführt worden, da sich das Breitensportwart-Duo Jule und Thomas nach der Legitimation der Wahl auf der Mitgliederversammlung beginnt, warm zu laufen. In der Planung ist ein Hallenturnier, sofern die Infektionslage es zulässt.