Traditionsreicher Sportverein wählt neuen Vorstand

Der neue Vorstand des SV Germania Helstorf schaut zuversichtlich nach vorne: Oliver Markworth (v. l.), Sylvia Bansa, Hubert Weißbrich, Christian Kiesl, Mark Schumacher und Michael Linowsky. Es fehlt Jörg Hennig. Foto: B. Stache
 
Hubert Weißbrich ist zum neuen Vorsitzenden des SV Germania Helstorf gewählt worden. Foto: B. Stache

SV Germania Helstorf bleibt bestehen

Helstorf (st). Die außerordentliche Mitgliederversammlung des SV Germania Helstorf brachte am Samstagabend die Rettung des traditionsreichen Vereins. Nachdem Anfang Februar in der Mitgliederversammlung kein neuer Vorstand für den Verein gefunden werden konnte, standen als einziger Tagesordnungspunkt Neuwahlen des Vorstandes auf dem Programm. Die 68 anwesenden Vereinsmitglieder wählten im Gasthaus Wienhöfer zunächst Hubert Weißbrich einstimmig zum ersten Vorsitzenden des SV Germania Helstorf. Anschließend wurden die weiteren Posten des neuen Vorstandteams verteilt - ebenfalls alle einstimmig gewählt: Mark Schumacher (Zweiter Vorsitzender), Oliver Markworth (Dritter Vorsitzender), Christian Kiesl (Kassenwart), Jörg Hennig (Pressewart/Schriftführer), Michael Linowsky (Sportwart) sowie Sylvia Bansa (Jugendwartin). Die Helstorfer Ortsbürgermeisterin Ute Bertram-Kühn gehörte zu den ersten Gratulanten. Die Versammlung war von Gerald Arnold, dem zweiten Vorsitzenden des alten Vorstandes eröffnet worden. Anschließend wandte sich Werner Rump als Ehrenratsmitglied des Sportvereins an die Germanen. Er erwähnte die momentane Krise, in die der Verein geraten sei, und endete mit einer positiven Nachricht: „Es freut mich besonders, dass nach dem Warnschuss, den es bei der letzten Mitgliederversammlung gegeben hat, aus dem Verein heraus die Kraft entstanden ist, dass sich Kandidaten gefunden haben, die für einen neuen Vorstand zur Verfügung stehen.“ Nach der Wahl stellten sich alle Gewählten vor. Der neue Vereinsvorsitzende Hubert Weißbrich hatte zuvor dem alten Vorstand für die ehrenamtliche Arbeit gedankt, die von dessen Mitgliedern über die zurückliegenden Jahre erbracht wurde. In Bezug auf die zukünftige Vereinsarbeit sagte der 69-jährige Hubert Weißbrich: „Ich freue mich, mit einem jungen Team zusammenarbeiten zu können. Die Aufarbeitung der Probleme des Vereins ist nur in enger Zusammenarbeit aller Vorstandsmitglieder zu leisten.“ Der neue Vorsitzende wies auch auf die momentan schwierige finanzielle Situation beim SV Germania hin: „Der Verein kann nur den Sport betreiben, den er auch finanzieren kann“, und ergänzte mit Blick auf frühere Spielerkäufe, dass diese so nicht mehr hinnehmbar seien. Der in Schlesien geborene und frühere Versicherungskaufmann Hubert Weißbrich lebt seit 27 Jahren in Helstorf und spielt in der Germanen Tennismannschaft Herren 60 an zweiter Position. Seine sportlichen Wurzeln liegen im Fußball: „Meine ersten Fußballerfahrungen habe ich bereits als 14-Jähriger in Mandelsloh erworben.“ Dementsprechend fällt auch sein Plädoyer für den Fußball aus: „Der Fußballsport ist die Nummer eins in Deutschland. Die Kinder und Jugendlichen in Helstorf und Umgebung sollen im SV Germania Helstorf eine Heimstatt erhalten. Dafür wird auch in Zukunft immer Geld zur Verfügung stehen.“ Er gehe zwar mit einer gewissen Skepsis an die Arbeit als Vereinsvorsitzender, doch sehe er gerade in der Zusammenarbeit mit dem jungen Vorstandteam auch eine Zukunft für den traditionsreichen Verein: „Jeder soll wieder stolz sein dürfen, das Germanen-Trikot zu tragen.“