Von A-jugendlichen Bezirksligaträumen

Haben gut lachen: Die Spieler der MTV-A-Jugend mit ihren Trainern Franz-Josef „Jupp“ Glennemeier (mittlere Reihe, links) und Maik Puls (mittlere Reihe, rechts) präsentieren ihre neuen, von der Fahrschule Grünke gesponsorten Trikots. Foto: S. Birkner

Warum die ältesten MTV-Junioren beste Aufstiegschancen haben

(sb). Ein verhältnismäßig kleiner Dorfverein wie der Mellendorfer TV steht in Sachen Jugendarbeit jede Spielzeit vor der selben Herausforderung: Die Qualität der einzelnen Jahrgänge variiert teilweise stark, sodass sich die Kräfteverhältnisse durch die alljährliche Neuzusammenführung der Altersstufen regelmäßig verschieben. Häufig sind neu formierte Jahrgänge deshalb zu schwach für die bestehende Spielklasse und müssen gar in niedrigeren Ligen gemeldet werden – so geschehen in diesem Jahr im Falle der Elzer A-Jugend. Dass ein Jahrgang hingegen zu stark für das bestehende Niveau ist, hat bei Vereinen wie dem MTV Seltenheitswert. Dennoch scheint in diesem Jahr genau das der Fall zu sein. „Das Gesamtpaket stimmt einfach“, sagt Trainer Franz-Josef „Jupp“ Glennemeier, der den 93er- und 94-er-Jahrgang gleichberechtigt mit Maik Puls betreut. 17 meist technisch versierte, körperlich robuste und vor allem leistungsbereite Spieler stehen im Kader der diesjährigen MTV-A-Jugend. Das Ergebnis: Die souveräne Herbstmeisterschaft mit fünf, sechs oder gar acht Zählern Vorsprung vor dem Tabellenzweiten. Außerdem winkt die dritte Runde des Kreispokals. Nur ein Remis leisteten sich die Mellendorfer Nachwuchskicker bei ihrem bisherigen Durchmarsch durch die Kreisliga. Am kommenden Wochenende kann das Team der Konkurrenz im Falle eines Sieges im Nachholspiel beim TSV Altwarmbüchen bis auf acht Punkte Vorsprung enteilen. Den Hauptgrund dafür, dass die Elf eine derart dominante Rolle in ihrer Staffel einnimmt, sieht Puls in der Ausgeglichenheit der Einzelakteure. „Es gibt keinen Spieler, der heraussticht“, sagt er. So verfüge seine Mannschaft weder über einen absoluten Top-Torjäger, noch über einen überragenden Kreativspieler im Mittelfeld. Daraus resultiert wiederum die positive Tatsache, dass der Ausfall jedes Spielers kompensiert werden kann.Eine Besonderheit der diesjährigen MTV-Spielphilosophie ist das 4-4-2-System mit zwei variablen Viererketten, das die Trainer zugunsten einer raumorientierten Spielweise eingeführt haben. „Wir verfolgen also keine starr zugeteilte Manndeckung, sondern stehen flexibel und haben so wesentlich mehr spielerische Möglichkeiten“, sagt Puls. Das gelte insbesondere für das Aufbauspiel aus der Abwehr heraus. Dass dieses Spielsystem dem Kreisliga-Standard voraus ist, verdeutlicht der Blick auf die Tordifferenz: Bei 21 eigenen Toren haben die A-Jugendlichen gerade einmal sieben Gegentreffer kassiert.
Zur Herbstmeister-A-Jugend des MTV gehören Kapitän Jan-Niklas Puls, Jakob Klages, Christian Möller, Björn Rawe, Ilas Kraftschik, Pierre Brendeke, Julius Bertram, Christoph Sauer, Danny Fischer, Dominic Meyer, Espen Zillmer, Jannic Bassin, Malte Marks, Marvin Hanke, Robin Schmidt, Kevin Warmbold und Silvano Schiano di Colella.