Wedemark bleibt Schlusslicht

Mellendorf. Am vergangenen Wochenende musste der EC Wedemark die letzten beiden Spiele der Hauptrunde absolvieren und der ECW hatte bis zum Schluss sogar die Chance, die rote Laterne noch abzugeben, allerdings konnte das Team diese Gelegenheit nicht nutzen. Am Freitag bei den Hannover Braves hielt der ECW lange gut mit und beendete das erste Drittel mit 0:1, doch nachdem man eine große Chance zum 1:1 vergab und stattdessen im direkten Gegenzug das 0:2 kassierte, war die Luft raus und das Spiel nahm seinen in dieser Saison üblichen Verlauf. Im Sturm glücklos, in der Verteidigung manchmal überrumpelt und so stand es 0:7 am Ende, daran konnte auch Trainer Rob Torgler an der Bande nichts ändern. An Chancen, selbst zum Torerfolg zu kommen, mangelte es zwar nicht, jedoch war die Chancenverwertung katastrophal. Dies setzte sich auch im Heimspiel gegen die Hamburg Crocodiles fort, die man mit einem Sieg noch hätte überholen können. Unzählige Überzahlsituationen und Torchancen wurden aber gegen die schwachen Hamburger nicht genutzt. Wedemark ging zwar in Führung, doch konnte Hamburg immer wieder bei eigenem Powerplay ausgleichen. Im letzten Drittel gab es zwar einige mehr als fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen zu Ungunsten des ECW, die Hamburg letztlich zum 4:4 Unentschieden verhalfen, doch hätte Wedemark vorher die Chancen in Tore umgemünzt, wäre die Partie zu dem Zeitpunkt schon längst entschieden gewesen. Nichtsdestotrotz muss man sich schon wundern, warum der Schiedsrichter einen Check von hinten mit Verletzungsfolge, bei dem Rudi Schmunk eine Platzwunde auf der Stirn kassierte, nur mit einer Zwei-Minuten-Strafe wegen Behinderung gegen die Hamburger ahndete, Alex Fischer aber mit einer Matchstrafe wegen Schlittschuhtritts bedachte, der erstens gar keiner war und daher zweitens auch keine Verletzung eines Hamburger Spielers zur Folge hatte. Die fünfminütige Unterzahl infolge dieser Matchstrafe sechs Minuten vor dem Ende beim Stand von 4:3 machte diese Schiedsrichterentscheidung letztlich spielentscheidend, da den Crocodiles in dieser Überzahl der Ausgleich zum 4:4 gelang. Die Partie ging in die Verlängerung und ins Penaltyschiessen, welches die Crocodiles gewannen. Damit ist die Hauptrunde beendet und wie es weitergeht, entscheidet sich auf der Ligentagung in Hannover am Dienstag (21.2.). Dort wird der Modus und Spielplan für die Relegationsrunde festgelegt.
Statistik:
EC Wedemark – Hamburg Crocodiles 4:5 n.P. (1:1; 2:2; 1:1; 0:1)
Tore: 1:0 (6:45) UZU Theilmann (Oertel, Berblinger), 1:1 (16:55) Kulabuchov (Behrens, Lüders), 2:1 (24:59) Berblinger (Brady, Griffin), 2:2 (27:56) PP2 Bonenberger (Oertel, Gebauer), 3:2 (34:08) Fitzner (Busse, Fischer), 3:3 (35:44) PP Bonenberger (Lüders, Gebauer), 4:3 (42:12) Griffin (Theilmann, Schmunk), 4:4 (56:58) PP Lüders (Behrens, Kulabuchov), 4:5 (60:00) Gebauer