Zwei Bissendorfer beim Wasserstadt-Triathlon

Beide Bissendorfer (Lars Pieper und Arne Schiereck) gaben ihr Bestes.
Eine der teilnehmerstärksten Veranstaltungen in Norddeutschland ist inzwischen der Wasserstadt-Triathlon in Hannover-Limmer mit insgesamt circa 1.700 Athleten.
Seit drei Jahren wird auch die Langstrecke über die Ironman-Distanz von 3,8 Kilometer Schwimmen im Lindener Hafen, 180 Kilometer Radfahren im Calenberger Land und 42 Kilometer Marathon um die Herrenhäuser Gärten angeboten.
Auch dieses Jahr waren nur 76 Teilnehmer für diese besonders ausdauernde Strecke angemeldet, die den meisten Triathleten wohl zu früh in der Saison liegt.
Mit dabei zwei Bissendorfer Athleten, deren Triathlon-Herkunft wohl kaum unterschiedlicher sein kann: während Arne Schiereck (44) seinen 22. Wettkampf seit 1989 über diese lange Distanz anging, absolvierte Lars Pieper (38) seinen ersten Triathlon überhaupt.
Auslöser war eine Aktion der HAZ, bei der ein Sportler sowie eine Sportlerin auf dem Weg zu ihrer ersten Langdistanz begleitet werden sollten. Innerhalb eines halben Jahres wurde der passionierte Rennradfahrer mit Unterstützung eines Betreuerstabs zum Schwimmer ausgebildet.
Der Wettkampf stand dann allerdings unter dem Eindruck des heißesten Tag des bisherigen Jahres. Das Schwimmen im 21 Grad warmen Kanal war noch angenehm. Lars Pieper hat dabei seine Schwächedisziplin in 1:18 Stunden gut gemeistert. Arne Schiereck war zu dem Zeitpunkt mit seinen 0:54 Stunden bereits auf dem Rad unterwegs, das er nach weiteren 5:23 Stunden auf dem neunten Gesamtplatz liegend beendete. Lars Pieper benötigte 5:51 Stunden für die 180 Kilometer.
Spätestens beim Absteigen vom Rad um die Mittagszeit wurde allen Teilnehmern klar, dass der Marathon bei 33 Grad eine einzige Tortour werden würde. Entsprechend schwach fielen die Laufzeiten aus. Arne Schiereck verlor auf der letzten der vier Laufrunden noch fünf Plätze, um nach 11:15 Stunden auf dem 14. Gesamtplatz einzulaufen (Marathonzeit 4:51Stunden). Lars Pieper beendete den Wettkampf eine Stunde später in 12:16 Stunden (Marathonzeit 4:53 Stunden) auf Platz 32. Insgesamt sind ein gutes Drittel aller Teilnehmer vorzeitig ausgestiegen, so dass das Erreichen des Ziels unter diesen Bedingungen schon ein Erfolg war.