Zwei klare Niederlagen für EC Wedemark

Scorpions durch Sperren und Spielerwechsel dezimiert

An diesem Wochenende endete die Wechselfrist in der Oberliga Nord. Kurz vor der Deadline verließ Stürmer Christopher Del Castillo den Verein und wechselte zum Lokalrivalen Hannover Braves. Er folgt damit seinem Teamkameraden Tim Marek, der zuvor ebenfalls zu den Braves wechselte. Auch auf der Torhüterposition musste Wedemark Abgänge hinnehmen. Julian Gorski beendete seine aktive Eishockeykarriere und will sich künftig auf Inlinehockey konzentrieren, während Goalie Florian Holst nach Herford gewechselt ist. Der ECW bedankt sich herzlich für den Einsatz der Spieler, den sie stets für den Verein gezeigt haben und wünscht den Spielern eine erfolgreiche und gesunde sportliche Zukunft.
Dass man mit ohnehin kleinem Kader aufpassen sollte, sich nicht mit Sperren durch unnötige Spieldauerstrafen noch weiter selbst zu dezimieren, versteht sich von selbst. Doch der Freitag, der 13. wurde seinem Ruf gerecht. Sah es im ersten Drittel beim Auswärtsspiel bei den Bremen Weserstars noch so aus, als würde es ein enges Spiel werden (das Drittel endete 1:0), zog Bremen Anfang des zweiten Drittels auf 4:0 davon. Diesen Rückstand konnte Wedemark nicht mehr aufholen und musste letztlich 13 Gegentore hinnehmen. Knapp 3 Minuten vor Ende der Begegnung gab es ein kleines Handgemenge, welches zu Spieldauerstrafen gegen Wedemarks Johannes Theilmann, David Jasieniak und Alex Fischer, sowie gegen Bremens Schön-Brüder führte.
Derart dezimiert, war von Beginn an klar, dass die Trauben im Heimspiel gegen den Tabellenzweiten aus Timmendorf am nächsten Tag hoch hängen würden. Im ersten Drittel wurde Wedemark auch geradezu von Timmendorf überrollt – 0:6 stand es nach 20 Minuten. Im zweiten Drittel fand Wedemark zwar wieder ins Spiel, doch einen 6-Tore Rückstand aufzuholen ist meist ein aussichtsloses Unterfangen. So auch in diesem Fall. Mit 3:13, dem exakt selben Ergebnis wie tags zuvor in Bremen, fiel das Ergebnis zwar etwas zu hoch aus (so war der Penalty gegen Wedemark ein „Geschenk“ des Schiedsrichters und der zehnte Treffer für Timmendorf war Abseits), aber bei einem so deutlichen Ergebnis macht es keinen maßgeblichen Unterschied. Bleibt zu hoffen, dass kommenden Samstag beim Heimspiel gegen den Adendorfer EC (Spielbeginn 20 Uhr) mehr drin ist. Die Sperren sind dann jedenfalls abgesessen und Wedemark kann dann wieder mit einem größeren Kader aufwarten. Gegen Timmendorf schnürte Karl-Arne Reiffen nach längerer Pause erstmals wieder seine Schlittschuhe für die Wedemark, um seinem Verein in der Not auszuhelfen. Man merkte ihm zwar seinen Trainingsrückstand an, doch konnte er auch schon eine Vorlage auf seinem Scorerkonto verbuchen.