ADFC im Seen-Paradies Naturpark Lauenburg

Auf dem historischen Marktplatz von Mölln mit Till Eugenspiegel Denkmal. Foto: B. Halberstadt

Idyllische Landschaft Ziel der jährlichen Wochentour

ADFC Wedemark. Die idyllische Landschaft der Lauenburgischen Seen war das Ziel der jährlichen Wochentour des ADFC – Ortsgruppe Wedemark. In Kehrsen, einem kleinen Ort mitten im Grünen, wurde in einem netten Landgasthaus Quartier genommen Sechs wunderschöne Tages-Radtouren standen zur Wahl, angeführt von Jürgen Michl aus Mölln, der den 25 Teilnehmern als Fahrradscout ein abwechslungsreiches Programm bot und eine unbeschwerte und erlebnisreiche Woche bescherte. Der Naturpark Lauenburgische Seen ist einer der größten Naturparke Deutschlands, umfasst ca. 470 qkm und liegt im Kreis Herzogtum Lauenburg. Mit seinen 40 Seen und großen Waldgebieten grenzt er an das Biosphärenreservat Schaalsee. Beide zusammen bilden ein großes Schutzgebiet entlang der ehemaligen Grenze zwischen DDR und BRD. Hier konnten sich über
Jahrzehnte unberührt eine einmalige Flora und Fauna entwickeln. Der größte Bereich der Wasserfläche des Schaalsees ist als Naturschutzgebiet ausgewiesen, und die Schaalseelandschaft hat eine internationale Bedeutung als Vogelschutzgebiet. Bei der Tour um den Schaalsee mit Besuch der Insel Stintenburg faszinierte das Landschaftsbild im Wechsel von Hecken, Alleen, Feuchtwiesen und Feldern, wobei die blühenden Rapsfelder besonders ins Auge stachen. Unberührte Natur wohin das Auge blickte. Auch das Grenzhaus in Schlagsdorf wurde besucht, ein Museum zum Leben an der innerdeutschen
Grenze nahe des Mechower Sees. Hier wurde anschaulich und eindrucksvoll über die Grenzregion berichtet - und ein Außengelände mit ehemaligen Sperranlagen besichtigt. Eine besonders schöne aber auch anstrengende Tour war der Besuch der Stadt Mölln, die malerisch eingebettet ist von einer Vielzahl von Seen. Besonders nett anzuschauen war die Stadtführerin in alter Tracht, die in humorvoller Weise über die Geschichte Möllns berichtete. Sehenswert die
Nicolai Kirche auf dem hohen Eichberg, das mittelalterliche Rathaus, gut erhaltene und restaurierte Fachwerkhäuser, der historische Marktplatz mit seinem Till Eulenspiegel Denkmal. Dann der Ostseeküstenradweg von Travemünde die Lübecker Bucht entlang über das Brodtener Steilufer bei strahlendem Sonnenschein. Genussradeln mit Blick über die Ostsee. Oder um den Ratzeburger See mit Zwischenhalt in Ratzeburg und Abstecher zur Domhalbinsel. Eine wunderbare Kulisse, umgeben von vier Seen, immer den Blickkontakt zum Wasser.
Entlang der Wakenitzniederung ging es nach Lübeck, dem Highlight der Radwoche. Bei einer Stadtrundfahrt mit dem Schiff wurde viel Wissenswertes der langen Geschichte der Hansestadt vermittelt. Danach war Gelegenheit zur Selbstentdeckung der Altstadt mit seinem mittelalterlichen Flair und berühmten Baudenkmälern. Die Radtouren im hügeligen Lauenburgischen hatten es oft in sich, begeisterten aber alle Teilnehmer wegen der wunderschönen Radwege durch Buchenwälder, seenreiche Landschaften und historische Städte. Eine gelungene Mischung von Kultur und Natur.