ADFC-Radfahrer auf Tour im Urstromtal der Elbe

Auf dem Deich vor der alten Dömitzbrücke.
ADFC Wedemark. Die Biosphärenregion Elbtalaue Wendland und der Radweg entlang der Elbe waren jetzt wieder schlammfrei und gut in Schuss nach der großen Flut des letzten Jahres, was die Radler der ADFC-Ortsgruppe Wedemark bei ihrer diesjährigen Wochen-Radreise sehr freute. In Gorleben war das Hotel gebucht, und von dort aus gingen die Tagestouren in alle Himmelsrichtungen des Vierländerecks Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg auf der rechten – sowie Sachsen-Anhalt und Niedersachsen auf der linken Elbseite. Bequem und schnell
befördern kleine Fähren die Menschen hin und her. In den dünn besiedelten Gebieten aus Feuchtlandschaften, Wiesen und Wäldern ist eine Artenvielfalt von Flora und Fauna der besonderen Art zu finden. Der Biber ist zum Beispiel in fast allen Uferbereichen der Elbe und ihren Nebenflüssen zu finden, und fast jedes Dorf hat seinen Storchenhorst. Die Einmaligkeit und Qualität des Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe wurde 1997 durch die UNESCO anerkannt.
Die Dannenberger und Gartower Marsch ist von vielen Gewässern und Dörfern hinter dem Deich geprägt, und kleine Sehenswürdigkeiten sind immer wieder zu entdecken. Lüchow, Dannenberg und Hitzacker liegen wegen ihrer malerischen Innenstädte an der Deutschen Fachwerkstraße. Auch Dömitz mit Festung und Hafenanlage ist sehenswert. Nicht nur vom Deich geht der Blick weit über das Land. So auch vom Panoramacafe in Dömitz, von der Schwedenschanze vom Höhbeck oder vom Kniepenberg und Weinberg in Hitzacker.
Im Wendland ging die Tour durch die Rundlingsdörfer. Im Museumsdorf Lübeln wurden den Radfahrern mit einem eindrucksvollen Vortrag die Geschichte der Entstehung sowie die Sitten und Gebräuche der Slawen näher gebracht. Nicht weit davon die Nemitzer Heide, die nach dem verheerenden Brand anno 1975 wieder entstand. Im Heidegasthaus ist ein kleines Museum über die Geschichte zu finden.
Dann Ludwigslust, das Klein-Versailles des Nordens – war mit dem Schloss und wunderschönem Barockgarten besonders interessant und ein schöner Abschluss.
Fazit: Viel gesehen und erlebt, gut gefahren auf ausgezeichneten Rad- und Wanderwegen im gesamten Umland. Unzählige Möglichkeiten für Kulturinteressierte oder Ruhe und Entspannung zu finden. Eine Erlebnisregion für Entdeckungsfreudige.