ADFC-Zeitreise mit dem „Alten Fritz“durch Brandenburg

25 Radler der ADFC-Ortsgruppe Wedemark traten Anfang Mai bei Königswetter die Fahrradtour nach Brandenburg an.
ADFC Wedemark. Wieder eine Radreise in einen anderen Teil des Osten Deutschlands, die die 25 Radler der ADFC-Ortsgruppe Wedemark Anfang Mai bei Königswetter nach Brandenburg antraten, organisiert von Ulrike und Hans Brachthäuser. Bad Saarow am Scharmützelsee war der Ausgangspunkt von sechs Radtouren in die nähere Umgebung. Der Scharmützelsee ist der zweitgrößte See Brandenburgs, liegt zwischen Frankfurt/ Oder und Berlin in der Nähe von Fürstenwalde a.d.Spree. Der See ist Bestandteil der Bundeswasserstraße und ist über Storkower Gewässer und die Dahme an die Berliner Gewässer angeschlossen.
Die Touren durch diese wunderschöne Urlaubsregion wurden souverän und in humorvoller Weise angeführt von dem Gästeführer Lutz Werner alias „ Der grüne Lutz“; auch als „Der Alte Fritz“ bekannt in Stadt und Land. Lutz begab sich auf Spurensuche des Preußenkönigs Friedrich des II (Alter Fritz), und er gibt sein umfangreiches Wissen über das Wirken des Königs in Brandenburg gern an Urlauber und Interessierte weiter. Im Landkreis Oder-Spree ging es durch ausgedehnte Wälder, schöne Täler mit kleinen Dörfern, entlang an vielen Seenlandschaften, Feucht- und Moorgebieten; dann wieder Höhen und Anstiege wie im Mittelgebirge. Eine Region, geprägt von der Weichsel – Eiszeit, in der man völlig unterschiedliche Landschaften vorfindet. Besonders interessant war der Naturpark Schlaubetal bei Müllrose, der heute 1.500 Hektar unter Schutz gestellte Flächen ausweist. Eine sehr anspruchsvolle Tour, die es in sich hatte. Auch Beeskow war sehr anschaulich, Kreisstatt der Region Oder-Spree, mit der historischen Altstadt, restaurierten St.Marien-Kirche in Backsteingotik, gut erhaltener Stadtmauer mit Türmen und der mittelalterlichen Burg. Dazwischen gab es immer wieder Geschichtliches und Anekdoten aus dem bewegenden Leben des Alten Fritz.
Der Weg durch einen Teil des Naturparks Dahme Heideseen nach Storkow entlang des Salzweges, einer bedeutenden Binnen-Salzstelle, ein Novum in Europa, war eine besonders schöne Strecke. Dann Storkow, eine preußische Kleinstadt, mit der historischen Innenstadt, dem neugestalteten Marktplatz und der Stadtkirche, kleinen Gassen, der Klappbrücke über den Storkower Kanal und der Burganlage, die mit Hilfe der Landesregierung Brandenburg und der EU total saniert – und 2009 ihrer weiteren Bestimmung übergeben wurde. Ein Rundgang durch und um die Burganlage und die Ausstellung „Mensch und Natur – eine Zeitreise“ rundeten den Tag ab.
Zum Abschlussabend im Hotel erschien zur Erheiterung aller Anwesenden „Der grüne Lutz“ in Original-Uniform des Alten Fritz, die ihm perfekt auf den Leib geschneidert war. Eine ereignisreiche Woche ging zu Ende, in der Genussradeln auf meistens gut angelegten Radwegenetzen angesagt war; aber auch schwierige Strecken bewältigt wurden in einer wald- und wasserreichen Region mit unberührter Natur, in der Wanderer, Wassersportler und Radfahrer voll auf ihre Kosten kommen.