DLRG bildet Wasserretter aus

Ein Rettungsboot nimmt einen Verunfallten auf, natürlich ist dies nur eine Übung. Foto: Karsten Hölscher/DLRG Wedemark).

Ausbildungsmarathon am Altwarmbüchener See

DLRG Wedemark. Die DLRG-Ortsgruppe Wedemark nutzte die Gelegenheit, parallel zum Wachdienst am Altwarmbüchener See, ihren Ausbildungsmarathon fortzusetzen. Während Wachführer und Wasseraufsicht die Badegäste im Auge behielten, absolvierten einige der Rettungsschwimmer unter Aufsicht des Ausbildungsleiters der Ortsgruppe Anderten, Steffen Kutza, an einer abgelegenen Stelle des Sees den Praxisteil der Wasserretter-Ausbildung. Hierbei standen neben dem Flossenschwimmen im Freigewässer auch die Rettung eines Verletzten mit Hilfe eines so genannten Combi-Carriers, einem speziellen Rettungsbrett, im Fokus der Ausbildung. Dieses Hilfsmittel nutzen die Retter, um eine Person zu stabilisieren und auf ein DLRG- Rettungsboot zu bringen – das alles schwimmend. Auch für die Bootsführer der Ortsgruppe bot der Wachdienst und die Ausbildung im und am See nochmals eine gute Gelegenheit zur Praxis-Erweiterung. Nach Beendigung des Wachdienstes folgte dann die praktische Prüfung, in der die Absolventen auch ein „Run-Swim-Run“ durchlaufen mussten, also einen Sprint am Strand, das Laufen und Anziehen der Flossen im Wasser, Schwimmen einer Strecke von rund 200 Metern und dem abschließenden Laufen zurück zum Startpunkt. Für diese Prüfungsaufgabe hatten die angehenden Wasserretter gerade einmal acht Minuten Zeit. Auch die theoretische Prüfung machten die Prüflinge noch am selben Tag. Hierbei standen 30 Multiple-Choice-Fragen auf dem Zettel, die mit zum Großteil mehreren richtigen Antworten korrekt angekreuzt werden mussten. Wer nicht alle korrekten Antworten angekreuzt hatte, beantwortete diese Frage automatisch falsch. Dass es sich hierbei um eine weiterführende Spezialisierung im Wasserrettungsdienst handelt, zeigen allein die zahlreich nachzuweisenden Kurse, die man vorab bestehen muss, um zu dieser Ausbildung zugelassen zu werden. An diesem Wochenende endete zunächst auch erst einmal der Ausbildungs-Marathon, der bereits im März begonnen hatte. An Entspannen denken die Lebensretter allerdings nicht, denn nun stehen wichtige Wachdienste und – für einige – weitere Fortbildungen bevor.