Einschränkungen auch für Rettungsschwimmer

Ein Anfängerschwimmen ist aufgrund des Kontaktverbots zur Zeit noch nicht umsetzbar. Foto: DLRG Wedemark.

DLRG nimmt Trainings- und Ausbildungsbetrieb wieder auf

Mellendorf. Auch für die DLRG Ortsgruppe Wedemark hat der Trainings- und Ausbildungsbetrieb dieser Tage wieder begonnen. Dennoch sind den Rettungsschwimmern nicht alle gängigen Praktiken erlaubt. In der Schwimmausbildung beispielsweise können maximal zehn Kinder pro Gruppe teilnehmen. Das ist nur möglich, da in Absprache mit dem Betreiber des Spaßbad Wedemark, Ingo Haselbacher, den Trainern eine Doppelbahn zur Verfügung steht, sonst hätte die Gruppengröße auf fünf Personen reduziert werden müssen. „Die Ausbildung unserer Vereinsmitglieder hat jetzt erstmal Vorrang“ erklärt Raffael Sachse, Technischer Leiter Ausbildung. Damit betont er, dass auch viele Externe sich für Kurse der DLRG interessieren. Mit jeweils zwei Ausbildungsgruppen startet die Schwimm- Ausbildung für die Abzeichen Bronze, Silber und Gold. Auch die Rettungsschwimmausbildung findet statt, wenn auch nur eingeschränkt. „Wir dürfen keine Übungen mit zweiter Person durchführen, wie etwa Transportschwimmen sowie Rettungs- oder Befreiungsgriffe“ berichtet Sachse weiter. Das Kontaktverbot lässt auch zum jetzigen Zeitpunkt keine Durchführung des Anfängerschwimmens zu. Hier müsste der Ausbilder das Kind aktiv bei den Übungen unterstützen. Das Tragen einer Gesichtsbedeckung ist jedoch im Wasser weder möglich noch sinnvoll. Die Lebensretter planen allerdings für die Zukunft und nehmen nach wie vor Kinder in ihrer Warteliste auf. Dennoch sollte ein Kind erst ins Wasser gehen, wenn es auch sicher schwimmen kann. „Aufgrund der aktuellen Einschränkungen sind nicht alle Gewässer unter Aufsicht“ erklärt Karsten Hölscher, Leiter Verbandskommunikation der DLRG Wedemark. „Wer ohne Aufsicht ins Wasser geht, riskiert damit nicht nur sein eigenes Leben, sondern bringt auch seinen Retter in eine risikobehaftete Situation“ berichtet Hölscher weiter. Die derzeitige Infektionsgefahr hat sogar Auswirkungen auf die Reanimation eines Bewusstlosen, wie Ausbilder Sachse am vergangenen Wochenende den angehenden Sanitätshelfern und Sanitätern der Ortsgruppe beigebracht hat. Diese haben die weitläufige Terrasse des Vereinsheims genutzt, um unter freiem Himmel einem Teil des praktischen Unterrichts zu absolvieren. Abstandsregelung und Hygienekonzept lassen aber praktische Übungen und auch Prüfungen aktuell nicht zu. So wartet auch die DLRG auf weitere Lockerungen, sobald diese vertretbar sind und führt den Ausbildungs- und Trainingsbetrieb solange mit Einschränkungen durch.