Erste-Hilfe-Kurs für die Hobbits

Auch Reiter können auf Erste Hilfe angewiesen sein.

Junge Reiter bilden sich fort

Turn-Club Bissendorf. Die Hobbits trafen sich zur alljährlichen Erste-Hilfe-Auffrischung in Negenborn. Zum mittlerweile achten Mal erfolgte der Erste-Hilfe-Kurs für die Reiter des TCB und deren Betreuern. Von der allgemeinen Ausbildung abweichend, wurde nun zum dritten Mal ein Kurs speziell für Reiter mit der Sanitätsschule Blake abgehalten. Das besondere bei Reitunfällen ist, dass sie häufig im Gelände, also fern von Straßennamen und Hausnummern stattfinden, dazu oft nur über kleine Wege erreichbar. Die Notrufzentrale in Hannover (Sitz in Ronnenberg) kann, entgegen der allgemeinen Annahme, keine Handy-Ortung durchführen. Darum ist für uns Reiter von den "5 Ws" (Was, wo, wer, wie viele, warten auf Rückfragen) beim Absetzen eines Notrufes, das WO oft entscheidend für einen angeforderten Rettungsdienst. So diskutierten wir die Möglichkeiten von GPS-Angaben, fester Routenplanung oder feste Punkte im Gelände mit Gemarkungsnahmen, sowie deren Zuwegung mit einem (nicht geländetauglichen) Krankenwagen (übrigens auch für Wanderer, Jogger oder Fahrradfahrer gilt gleiches). Ansonsten wurden noch die Kenntnisse beginnend mit der rechtlichen Situation, Vorgehen am Notfallort, bis zur Wundversorgung, stabilen Seitenlage und Herz-Kreislauf-Wiederbelebung aufgefrischt. Abschließend wurden im Gelände mit Ponys Unfälle simuliert und die jugendlichen Reiter mussten ihr Vorgehen an die Situation (zum Beispiel „Sturz mit wahrscheinlicher Rückenverletzung" oder Platzwunde am Kopf mit Gehirnerschütterung") anpassen. Gefordert wurden die „wachsstabile Lagerung“, das Absetzen des Notrufes, sowie das Umlagern aus der Bauchlage. Wie immer hofft die Abteilung, die Kenntnisse nicht anwenden zu müssen, ist sich aber sicher, dass die jährliche Wiederholung des Kurses zu dem bisher richtigen Umgang mit den stattgefunden Unfällen beigetragen hat. Der nächste Erste-Hilfe-Kurs für Reiter findet im nächsten Jahr statt.