Heidewanderung der Wedemärker NaturFreunde von Walsrode in die Lohheide

Die NaturFreunde wanderten am heißesten Tag des Jahres.
NaturFreunde Wedemark. Zur traditionellen Heidewanderung trafen sich 16 Wedemärker NaturFreunde und Gäste am vergangenen Sonntag, dem bislang heißesten Tag des Jahres, am Bahnhof Mellendorf, um mit dem „Heidesprinter“ nach Walsrode zu fahren. Die Tour sollte in das südlich von Bomlitz gelegene Landschaftsgebiet Eibia/Lohheide gehen, das den meisten bis dahin unbekannt war. Dieses Gelände diente von 1939 bis 1945 zur Pulverproduktion, dabei übernahm der Wald die Tarnung. Bis Kriegsende zählte das EIBIA-Werk zu den größten und modernsten Pulverproduzenten des Dritten Reiches. Nach der Demontage und Sprengung der Anlagen begann eine fast 40-jährige Ruhezeit, in der sich die Natur ihr Reich zurückeroberte. Erst in den achtziger Jahren erwarb die Gemeinde Bomlitz den größten Teil des Geländes; nach der Sanierung wurde das Gebiet 1983 unter Landschaftsschutz gestellt und durch Wanderwege erschlossen.
Die Wedemärker durchquerten das Wiesental der Böhme und erreichten bei Borg den ersehnten Waldesschatten. Damit die Heidewanderung ihrem Namen gerecht wurde, ging es nun zur Lohheide mit ihren Wacholdersträuchern, Hügelgräbern und der in voller Blüte stehenden Heide. Nach einer ausgiebigen Rast wanderte die Gruppe durch den dichten Wald bis zum Ufer der Warnau, einem Nebenflüsschen der Böhme. Hier erwartete ein idyllischer Pfad oberhalb des Flusslaufs die Wanderer. Im weiteren Verlauf der Tour galt es, die im dichten Grün verborgenen Wallanlagen einer Hünenburg zu entdecken. Viele Trinkpausen machten den Rückweg nach Walsrode trotz der Hitze erträglich und die Einkehr im Café am Markt rundete den Ausflug für alle zufriedenstellend ab.