Krötenaktion 2019

Einer von 39 Bergmolchen, der sicher über die Straße getragen wurde.

Amphibien kommen sicher über die Straße

NABU Wedemark. Auch dieses Jahr hat der NABU Wedemark mit zahlreichen Helfern dafür gesorgt, dass über 1.000 Amphibien zur Laichzeit sicher über die Hermann-Löns-Straße zu ihren Laichgewässern gelangen konnten.
Ab Mitte Februar wurden die Wetterverhältnisse und das Wandergebiet genauer beobachtet, denn wenn die Temperaturen auf acht bis zehn Grad Celsius ansteigen und dazu noch Regen einsetzt, machen sich die Erdkröten, Frösche und Molche auf den Weg zu den Gewässern, wo sie vor Jahren auf die Welt kamen. Ende Februar wurden die ersten Erdkröten gesichtet und leider auch schon einige überfahren. Die Temperaturen gingen dann aber wieder zurück und deshalb wurde beschlossen, den Krötenfangzaun am 27. Februar aufzubauen. Schon fünf Tage später wurden gut 400 Amphibien eingesammelt und sicher über die Straße getragen. Die Temperaturen gingen rauf und runter und deshalb zog sich in diesem Jahr die Sammelaktion in die Länge. In der letzten Märzwoche gingen die Zahlen der geretteten Tiere merklich zurück, obwohl die Temperaturen über zehn Grad lagen. Am 3. April wurde der Zaun abgebaut.
Insgesamt wurden in den fünf Wochen 976 Amphibien über die Hermann-Löns-Straße gerettet. Davon waren: 894 Erdkröten (583 Männchen und 311 Weibchen), 41 Frösche und besonders erfreulich auch 41 Molche (39 Bergmolche und 2 Kammmolche). Die Zahlen lagen in diesem Jahr weit unter denen des letzten Jahres. Vermutlich hat der heiße Sommer 2018 dazu beigetragen. Umso wichtiger ist , dass doch so vielen Tieren das Leben gerettet werden konnte, obwohl leider auch eine Vielzahl überfahrener Kröten festgestellt wurde. Diese Zahlen werden immer an die untere Naturschutzbehörde weitergeleitet.
Der NABU Wedemark bedankt sich auf diesem Weg auch noch einmal herzlich bei allen  Helfern, die mitgeholfen haben den Zaun auf- und abzubauen, bei Wind und Wetter den Zaun abgesucht und die Tiere über die Straße gebracht haben.