Leibnizgrab und Propsteikirche

Die Wedemärker NaturFreunde und Gäste vor dem Oskar-Winter-Brunnen in der hannoverschen Altstadt. Foto: NaturFreunde

Kurzausflug der Wedemärker NaturFreunde

Wedemark. Ziel des monatlichen Kurzausflugs der NaturFreunde aus der Wedemark war im Juli zunächst das Historische Museum Hannover.„Grenzerfahrungen“ heißt die aktuelle Sonderausstellung, die nicht nur an den Mauerbau vor 50 Jahren erinnert, sondern die Geschichte der innerdeutschen Grenze insgesamt betrachtet. Als Bundesland mit dem längsten Abschnitt dieser Trennungslinie war Niedersachsen besonders betroffen. Im Anschluss an den Museumsbesuch machte die Gruppe einen Spaziergang durch die Calenberger Neustadt. Mit ihrer Insellage zwischen Leine, Ihme und dem „Schnellen Graben“ und über zwanzig Brücken stellt sie einen besonderen Stadtteil
dar, den es zu entdecken galt. Als Folge der im Gegensatz zur hannoverschen Altstadt bereits vor dem 18. Jahrhundert herrschenden Religionsfreiheit entstand hier die sogenannte „Straße der Toleranz“. Von der römisch-katholischen Propsteikirche St. Clemens und der Gedenkstätte an die 1938 zerstörte Synagoge ging es zur evangelisch-lutherischen Neustädter Hof- und Stadtkirche St. Johannis. Das Gotteshaus wurde gerade geöffnet und so konnte auch das eindrucksvolle Kircheninnere mit dem Leibnizgrab besichtigt werden. Die evangelisch-reformierte Kirche mit ihrem grünumrankten Kirchturm ohne Spitze bildet das Ende dieser Ökumenischen Meile. Anschließend wanderten die Wedemärker durch den Maschpark und genossen den Blick auf den Seerosenteich und das Neue Rathaus, um sich dann im Museumscafé des Landesmuseums zu stärken. Vor der Rückfahrt wurden noch kurz die in der Sparkasse Hannover ausgestellten prämiierten Motive des Fotowettbewerbs „Wir schaffen Spielräume“ angeschaut. Erst auf den zweiten Blick, dann aber mit Schmunzeln konnte man kleine Menschenfiguren entdecken, die inmitten von alltäglichen Dingen eine eigene Geschichte erzählen. Der nächste Kurzausflug der Wedemärker NaturFreunde findet am Donnerstag, 11. August, statt und führt ebenfalls ins Calenbergische, nämlich nach Ronnenberg. Mit einer Gästeführerin wird ein Rundgang durch den ältesten urkundlich erwähnten Ort in der Region Hannover unternommen, unter anderem zur Michaeliskirche mit der Bonifationskapelle. Danach geht es zum
abschließenden Kaffeetrinken per Bus in den Nachbarort Gehrden, von dort
erfolgt auch die Rückfahrt. Interessierte treffen sich um 9.40 Uhr am Bahnhof Mellendorf; nach Absprache ist aber auch der Einstieg an einer anderen S-Bahnstation möglich (Rückkehr ca. 15.30 Uhr). Nähere Informationen und Anmeldungen bis spätestens Dienstag, 9. August, bei der Organisatorin Ingrid Mehrmann (Tel. 05130/40518). Gäste sind wie immer herzlich willkommen (Kosten für Bahnfahrt und Gästeführung für Vereinsmitglieder sieben Euro, für Gäste zehn
Euro.