Naturschutzjugend erforscht das Leben von Amphibien

Die NAJU-Gruppe am Ende des Aktionstages. Foto: Henrik Schülke
NAJU Wedemark. Es war ein lebhaftes Treiben voller Begeisterung: Fast 20 Kinder und Jugendliche trafen sich zum ersten Aktionstag der Naturschutzjugend Wedemark an einem kleinen Teich mit vielgestaltiger Ufervegetation. Er stellte sich als Paradies für Amphibien heraus. Erdkröten, Grasfrösche, Teich- und Bergmolche konnten die Teilnehmer live bewundern. An diesen und an mitgebrachten naturgetreuen Nachbildungen ließen sich die Unterschiede und Erkennungsmerkmale der Arten gut einprägen. Gemeinsam wurde überlegt, wie die verschiedenen Tiere leben, wovon sie sich ernähren und welchen Gefahren sie ausgesetzt sind.
Die NAJU-Teens setzten sich intensiv mit dem Unterschied von Reptilien und Amphibien und dem faszinierenden Jahreszyklus der Krebsschere auseinander. Diese im Wasser frei schwimmende Pflanze schwebt im Frühjahr an die Wasseroberfläche, um zu blühen. Im Herbst tauchen die Rosetten dann wieder ab und überwintern am Grund des Gewässers.
Parallel dazu befassten sich die Jüngeren (NAJU-Kids) mit der Entwicklung von Kröten und Fröschen vom Ei über Kaulquappe bis zum erwachsenen Tier. Spielerisch brachten sie Modelle der 15 Entwicklungsstufen in die richtige Reihenfolge.
Ein Gelände-Rollenspiel bildete den krönenden Abschluss: Die Kinder überquerten als Kröten einen Weg, um sich an einem Teich zum Ablaichen zu treffen. „Ganz schön anstrengend, jemanden huckepack über die Straße zu tragen“, stellte Valentin fest. „Bei den Erdkröten lassen sich manche Männchen von den Weibchen tragen, aber nur zum Laichgewässer hin, zurück gehen alle alleine“, bemerkte Jakob. Doch nicht alle aus der Krötenmannschaft kamen am Laichgewässer an. Die Fahrzeugführertruppe imitierte mit Bobbycars und Rollern die Gefährdung der Amphibien durch Verkehr. Beim Ruf ‚warmer Regen‘ setzte eine starke Amphibienwanderung ein, bei ‚Frosteinbruch‘ kam die Wanderung zum Erliegen – wie bei den echten Kröten. Allen wurde klar, dass ein Gewässer zum Ablaichen nicht ausreicht, sondern dass auch ein geeigneter Sommer- und Überwinterungslebensraum in der Nähe sein muss – möglichst ohne Trennung durch gefährliche Straßen.
Es war ein herrliches Gewusel und eigentlich wollte am Ende noch keiner nach Hause.