Neue Ehrenmitglieder ernannt

Ehrungen beim Gemischten Chor. Sieglinde Lemke (von links), Inge Schmidt, Hannelore Seifert und Vorsitzender Fredy Krause. Foto: Privat
 
Sieglinde Lemke.

Gemischter Chor nimmt ganz besondere Auszeichnungen vor

Wennebostel. Im Gasthaus Bludau fanden ganz besondere Ehrungen des Gemischten Chores statt. Hannelore Seifert, Edith Dreier, Sieglinde Lemke und Inge Schmidt wurden in Anerkennung Ihrer langjährigen Mitgliedschaft und in Würdigung Ihrer Verdienste um den Verein zu Ehrenmitgliedern ernannt.
Der Ehrenkreischorvorsitzende Peter Walter nahm diese Ehrungen zusammen mit dem Vereinsvorsitzenden Fredy Krause vor. Die persönliche Ehrung für Edith Dreier wird nachgeholt, da Sie leider aus gesundheitlichen Gründen nicht dabei sein konnte. Ihnen wurden Urkunden und je ein mit Text in Würdigung Ihrer Leistungen versehener Laser Award überreicht. Hannelore Seifert ist seit 66 Jahren Mitglied im Verein und als Sängerin im Sopran war Sie auch Ende der Fünfziger Anfang der Sechziger Jahre als Kassenprüferin engagiert. Seit 2012 bis heute ist Sie als erste Kassiererin im Amt.
Auch für die Dorfgemeinschaft hatte sich Hannelore Seifert bereits sehr früh engagiert. So hatten die Wennebostel Schuljugend und die Tanzgruppe der Landjugend Wedemark vor 60 Jahren 1961 für den Heimatabend im Dorf unter Ihrer Leitung wochenlang Volkstänze eingeübt und diese dann zum Festtage mit großem Erfolg dargeboten. So zu lesen im damaligen Burgdorf Kreisblatt.
Sieglinde Lemke ist seit 2012 zweite Vorsitzende des Vereins. Sie wirkte vorher bereits rund 50 Jahre im Bissendorf Chor mit, welcher lange Jahre mit Rainer Roscher Ihren Chorleiter hatte. Ihre Singstimme ist der Alt. Darüber hinaus bringt Sie sich stets mit Ihrer langjährigen Erfahrung und Ihrem Wissen um das Singen im Dorf ein was der Entwicklung im Verein gerade jetzt sehr gut tut.
Inge Schmidt ist seit 70 Jahren Mitglied und hat sich ebenfalls bereits in den fünfziger Jahren neben dem Singen (Singstimme Sopran) als Notenwart und 1960 auch als 2 Vorsitzende engagiert.
Edith Dreier ist seit 62 Jahren Mitglied im Verein und war auch bereits 1960 als Schriftführerin im Vorstand ehrenamtlich tätig. Als die Vorstandswahlen vor 7 Jahren beim Wennebostel Chor anstanden, war Sie sofort bereit sich wieder als Schriftführerin zur Verfügung zu stellen, damit der Vorstand des Vereins auch wieder seine Handlungsfähigkeit erreichen konnte. Für viele Aktivitäten rund um den Verein, ob beim Organisieren für Weihnachtsfeiern oder bei der gemeinsamen Fahrt zum Schiffshebewerk Scharnebeck bei Lüneburg in 2019 stand Edith Dreier immer vorne an, wenn es galt die Gemeinschaft zu stärken.
Herausragend aber war der Einsatz aller Mitglieder in 2015 zum Gelingen eines großen Sängerfestes in Wennebostel zum 111 jährigen Jubiläum des Chores, welches über die Grenzen der Wedemark hinaus ein breites Echo fand.
Peter Walter und Fredy Krause stellten gemeinsam in Ihren Schlussreden fest:
„Ohne Edith Dreier, Sieglinde Lemke, Hannelore Seifert und Inge Schmidt welche heute zu Ehrenmitgliedern ernannt und geehrt wurden und deren Jahrzehntelanges Engagement, wäre eine Wiederbegründung in 2012 nach sehr langer Pause (48 Jahre) so sicher nicht möglich gewesen. Somit sind sie Botschafter von Wennebostel über die Grenzen in die Wedemark hinaus geworden und haben so einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt und der Verfestigung des Kulturgutes Singen und der Stärkung der Gemeinschaft im Verein beigetragen.“
Gerade diese Generation, welche nach dem Krieg unser Land wieder aufgebaut hat, sind wir Nachgeborenen Generationen zu großem Dank verpflichtet, baut sich doch unser heutiges Gemeinwesen auf Ihre erbrachten Vorleistungen auf.
Nun gilt es gemeinsam nach vorne zu schauen, damit das Singen im Dorf hier in Wennebostel zukünftig auch unter schwierigen Bedingungen eine Chance auf deren Fortbestand haben möge. Das Singen in der Alten Schule soll dabei wieder möglich sein. Die Geehrten würde es sehr freuen, haben Sie doch das letzte Mal 1963 dort unter dem damaligen Chorleiter Max Thiesler gesungen.
Nun hoffen alle im Verein auf einen Neuanfang mit neuen Mitgliedern, einem neuen Chorleiter und einem neuen Programm, damit das gemeinsame Band der Verbundenheit durch das Singen - in Corona Zeiten geschwächt - auch im nächsten Jahr wieder aufs Neue Generationen weiter verbinden kann.