Patenkompanie in Afghanistan

(v. re.): Hauptfeldwebel Karau, Oberfeldwebel Lessig, Major Ringel, Hartmut Pflüger Ortsbürgermeister, Bernd Hasselhop-Lex Patenschaftsbeauftragter.
Hellendorfer Patenkompanie. Am 24. Februar berichtete im Dorfgemeinschaftshaus Hellendorf Hauptfeldwebel Karau, ein Soldat der Hellendorfer Patenkompanie 2./152, über seine Aufenthalte als Feldjäger im Kriegsgebiet Afghanistan.
Das Feldlager in der Ausdehnung von 2 x 1 Kilometer, befindet sich in Masar e Sharif, im Norden Afghanistans. Eine Abordnung dauert in der Regel vier Monate, es sind jedoch auch längere Aufenthalte möglich. Etwa 30 Bürger Hellendorfs und andere interessierte verfolgten gespannt den authentischen Berichten und Schilderungen des Hauptfeldwebels. Auf einer großen Leinwand wurden dazu eigene Bilder gezeigt. Die Feldjäger der Patenkompanie hatten zu dem Bericht nahezu sämtliche Waffen aus dem Kriegsgebiet ausgestellt. Ein „Model“ zeigte voll „ausgerüstet“ die Ausstattung der Soldaten. Die komplette Ausrüstung wiegt circa 52 Kilogramm. Vor dem Dorfgemeinschaftshaus konnten die Fahrzeuge (Dingo, Eagle IV, Wolf) besichtigt werden.
Major Ringel und Hauptfeldwebel Karau sehen in der Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland wenig Unterstützung für den Einsatz in Afghanistan. Viele Bürger würden die Verantwortung für den Einsatz bei der Bundeswehr sehen, dabei trägt allein die Politik die Verantwortung für die Entsendung der Soldaten nach Afghanistan, so Major Ringel. Der Beschluss dazu wurde nahezu von allen Parteien gefasst.
Die gefallenen Soldaten vor einigen Tagen waren erst 21 beziehungsweise 22 Jahre alt. Die Bundeswehr sieht zurzeit keine Alternative und muss auch recht junge Soldaten (auf freiwilliger Basis) in den Krieg entsenden, erläutert Major Ringel.
Seit Jahren gibt es auch ein Problem mit der elektronischen Verbindung über Internet nach Deutschland. Jeder Soldat muss für relativ viel Geld einen eigenen Vertrag mit einer Betreiberfirma schließen. Diese Vertrag ist recht kostspielig und bietet nur eine sehr schlechte Verbindung. Trotz hoher Einsatzkosten insgesamt ist eine Internetanbindung über Satellit nicht vorgesehen. Nach der Beantwortung vieler Fragen ging die Veranstaltung nicht wie vorgesehen nach circa einer Stunde zu Ende, sondern dauerte über drei Stunden.