Ponykinder lernen longieren

(vordere Reihe von links) Cordula Noltemeier, Pony Paul, Jana Kütemeier, Jette Glandorf, Justine Diestelhorst, (hintere Reihe von links) Vicky Vorwallner, Iris Vorwallner, Lisanne Cramme weitere Teilnehmerinnen, die nicht auf dem Bild zu sehen sind: Amelie Cramme, Birka Düerkop, Lisa Kütemeier, Luka Leitschuh.

Individuelles Training für Kinder und Ponys

Brelinger Ponykinder. Für das erste Wochenende nach den Osterferien war bei den Brelinger Ponykindern ein Longierlehrgang mit Cordula Noltemeier angesetzt. Er begann mit einem mehrstündigen Theorieunterricht mit einer Einführung in die Grundlagen des Longierens am Freitag nachmittag, ging Samstag weiter mit einer Bewegungsanalyse bei jedem Pony und einer ersten Einweisung in die Praxis des Longierens. Am Sonntag bekamen die Kinder Longe und Peitsche dann selbst in die Hände und durften unter kompetenter Anleitung das bis dahin Gelernte praktisch umsetzen. Jedes Pony lief – je nach Trainingsstand und Alter – ca. eine viertel bis halbe Stunde an der Longe und wurde von den Kindern longiert, die es sonst auch bevorzugt reiten. So lernten die Kinder nicht nur, wie sie im Longierzirkel stehen und sich bewegen müssen, um ihr Pony dazu zu bringen, in den verschiedenen Gangarten fleißig vorwärts zu gehen, sondern auch viel über die Eigenarten und den individuellen Trainingsbedarf ihres jeweiligen Lieblingsponys. Es wurden Schritt-Trab-Schritt- und Trab-Galopp-Trab-Übergänge trainiert, Handwechsel und das Laufen der Ponys über Stangen geübt. „Longieren ist kein Hexenwerk – das kann man lernen“, betonte Cordula Noltemeier und erklärte, dass Longieren „mit Sinn und Verstand“ eine gute Möglichkeit sei, die Muskulatur und Arbeitsdisziplin der Ponys aufzubauen. Ziele der Übungen waren zunächst, die Ponys ans Laufen an der Longe zu gewöhnen und den Kindern die Anfänge des Longierens und den Nutzen des Longierens für die Ponys zu vermitteln. Dabei gab Cordula Noltemeier bereitwillig ihr fundiertes Wissen an die Kinder und Eltern weiter - in ihrer sehr ruhigen, freundlichen und ermutigenden Art, die bei Kindern wie Erwachsenen sehr gut ankam und ein motiviertes Lernen in angstfreier Atmosphäre ermöglichte. Sie ermunterte die Kinder, sich für die Arbeit mit den Ponys Ziele zu setzen und ehrgeizig zu sein – für sich selbst: „Seid streng mit Euch selbst und nachsichtig mit den Ponys“, gab sie den Kindern mit auf den Weg. „Seid konsequent, ohne wütend zu werden, wenn es mal nicht so klappt. Wenn Euer Pony einen schlechten Tag hat, dann macht etwas Leichteres und arbeitet nicht so lange.“ Und: „Beendet Eure Arbeit, wenn Ihr Euer Ziel erreicht habt, damit Ihr und Eure Ponys mit einem guten Gefühl nach Hause gehen könnt.“
Nicht nur die Ponykinder und deren Eltern waren begeistert von dem Kurs. Auch Cordula Noltemeier hat die Arbeit mit den Kindern und den Ponys viel Spaß gemacht und will gerne wiederkommen, um die Kinder weiter zu schulen.