Resser Schützen auf den Spuren der Fürsten zu Waldeck in Bad Arolsen

Mittelalterlich verkleidet: Die Resser Schützen.
Schützenverein Resse. Die Resser Schützen gingen auf große Fahrt. Das Ziel der 37 Teilnehmer führte sie zunächst nach Bad Arolsen. Hier wurden sie von zwei Stadtführern erwartet. Eine Stadt und Schlossbesichtigung wurde, bei strahlendem Sonnenschein, zu einem wunderbaren Erlebnis. Die sehr gut erhaltenen barocken Wohnhäuser der Altstadt, die Bad Arolsener Kirche und die „Große Allee“, die mit 880 Eichen bepflanzt, bereits 1670 angelegt und auf einer Länge von 1.600 Metern in Ost und Westrichtung verläuft, gehörten zur großen Besichtigungstour. Auch das barocke Residenzschloss Bad Arolsen, das vom Fürsten Friedrich Anton zu Waldeck und Pyrmont ab 1710 erbaut wurde, erregte bei den Schützen größtes Interesse. Mit den so genannten Filzpantoffeln eroberten sie die repräsentativen Räume und Festsäle.
Anschließend führte die Fahrt weiter zum Luftkurort Wetterburg. Einem der zwölf Stadtteile von Bad Arolsen. Hier erwartete die Schützen ein zünftiges Rittermahl auf der Vorburg der Wetterburg. Die Wetterburg selbst, die im Jahre 1306 von Graf Heinrich IV von Waldeck auf einem Felssporn zwischen Aar und Twiste erbaut wurde, ist eine Ruine.
Das Mahl verlief nach mittelalterlichem Ritual sehr zünftig in den historischen und gemütlichen Räumen an langen Eichentischen. Das Spektakel mit Burgtrunk, Brotlaib mit Schmalz, Suppe zum Schlürfen, denn Bestecke gab es nicht, Krustenbraten und Käse vom Brett, war eine große Gaudi. Alle wurden als Ritter, Knappen, Mägde, Herolde, Burgfräulein, Bischof oder Pfarrer verkleidet. Carsten Grotzke, der 1. Vorsitzende der Resser Schützen, sorgte als Mundschenk, mit seinen Mägden, aufs Beste für seine bunte Gästeschar. Mit zünftigen Tänzen und Musik im Rittersaal, wurde das Mahl beendet. Ein kleiner Abstecher zum Twistesee ließ einen sonnigen und erlebnisreichen Tag im Waldeckerland zu ende gehen.