Schwerbehindertenausweis für fünf Jahre ist nicht genug

Die Frauenselbsthilfe nach Krebs fordert angemessene Berücksichtigung

Frauenselbsthilfe nach Krebs. Immer weniger Menschen sterben an Krebs, jedoch sind 60 Prozent aller Krebserkrankungen nicht heilbar. Moderne Therapien ermöglichen es heute, auch mit Krebs eine lange Zeit leben zu können. Wie alle chronisch Kranke brauchen die Betroffenen eine besondere Unterstützung, wie sie unter anderem der Schwerbehindertenausweis bietet (Steuervergünstigung). Der Anspruch darauf erlischt ohne Krankheitsrückfall nach fünf Jahren, danach gelten Krebskranke als geheilt.
Die Frauenselbsthilfe nach Krebs, Deutschlands größte Krebs-Selbsthilfe-Organisation mit bundesweit über 400 regionalen Gruppen, in denen etwa 50.000 krebskranke Frauen und Männer mit den unterschiedlichsten Erkrankungen Rat und Hilfe finden, hat auf ihrer Bundestagung in Magdeburg eindeutige Forderungen zum Schwerbehindertenrecht aufgestellt, um eine gemeinsame Resolution mit anderen Krebs-Selbsthilfe-Gruppen diese dem Ausschuss für Gesundheitspolitik des Deutschen Bundestages vorzulegen.
Gefordert werden einheitliche, transparente und nachvollziehbare Bewertungskriterien wann jemand als geheilt gilt und eine Reduzierung des Grades der Behinderung oder eine Aberkennung der Schwerbehinderung gerechtfertigt ist.
Fünf Jahre anerkannte Schwerbehinderung sind nicht ausreichend, da das Thema Krebs für die Erkrankten nach fünf Jahren nicht abgeschlossen ist. Eine Heilung kann nicht pauschal diktiert werden, da sie nach nur fünf Jahren noch nicht abschließend beurteilt werden kann. Die Gruppe Wedemark begrüßt diese Initiative ausdrücklich.
Die Treffen der Gruppe Wedemark sind an jedem ersten Montag im Monat und finden von 17 bis 19 Uhr im Haus am Teich, Allerhop, in Mellendorf statt. Kontakt unter Telefon (0 51 30) 56 59.