Seniorenunion Wedemark besucht Potsdam

Die Teilnehmer der Fahrt nach Potsdam.
Seniorenunion Wedemark. Früh am Morgen startete der mit Mitgliedern der Seniorenunion und Gästen vollbesetzte Bus ostwärts. Nach kurzer Pause in Marienborn, hinreichend bekannt aus den Zeiten des geteilten Deutschlands, ging es störungsfrei weiter bis Potsdam. Ein frühes Mittagessen wartete im „Drachenhaus“. Es liegt am Nordrand der Parkanlage Sanssouci und wurde 1770 bis 1772 im Stil einer chinesischen Pagode als Wohnhaus für den königlichen Winzer erbaut. Seit 1934 wird es gastronomisch genutzt.
Eine Stadtrundfahrt offenbarte die Schönheit Potsdams: Schloss Sanssouci, die Orangerie, die historische Mühle, natürlich die Glienicker Brücke, wunderbar restaurierte Bürgerhäuser, das russische und das holländische Viertel. Die Zeit war zu kurz, um alles zu sehen, aber lang genug, sich beeindrucken zu lassen.
Das eigentliche Ziel „Neues Palais“ mit der Ausstellung „Friederisiko“ wurde pünktlich erreicht. Welch ein Abtauchen in die Zeit Friedrichs des Großen! In 72 Sälen wird versucht, seine Zeit und seine Bedeutung in dieser Zeit zu dokumentieren – es ist gelungen. Unermesslich die Schätze, die zu bewundern waren, teilweise in abgedunkelten Räumen, um sie vor dem schädlichen Tageslicht zu schützen. Das „Neue Palais“ bietet wahrlich eine besondere Kulisse für diese Ausstellung und „mit dem umgebenden Park ergeben beide das Bild eines ideal gestalteten Areals als Reich des Friedens und der Harmonie. Dazu gehört die Ausstattung mit Kunstwerken ebenso wie die Nutzung für den Obstbau" (Zitat aus dem Begleitheft). Friedrich der Große ließ das spätbarocke „Neue Palais“ 1767 bis 1769 als Zeichen ungebrochener Macht errichten. Es ist der letzte Schlossbau des 18. Jahrhunderts im Park Sanssouci, strahlend unter anderem der Marmorsaal,
eine Nachbildung des Marmorsaals im Stadtschloss. Etwas erschöpft, aber tief beindruckt ging es heimwärts. Ein sonniger, geschichtsträchtiger Ausflugstag ging zu Ende.