Versammlung der LandFrauen

Ursula Wiechmann (von links), Angela von Mirbach, Maria Eilers und Margrid Heuer bei der letzten Versammlung in Wennebostel.

Saal im Gasthaus Bludau war gut gefüllt

LandFrauen Wedemark. Über einen gefüllten Saal freute sich Margrid Heuer anlässlich der letzten Versammlung des LandFrauenvereins Wedemark. Zu dem Vortrag waren auch einige Damen aus der Seniorenresidenz Allerhop gekommen. Angela von Mirrbach und Maria Eilers stellten eingangs ein neues landesweites Projekt vor und suchten dafür noch Personen, die einen Gugelhupf backen. Das Projekt soll in der Nachbarschaft Botschafterin für Nähe werden.
Christa Gassmann berichtete anschließend über ihre Erlebnisse als Aupair-Oma in Kanada. Sie hatte vier Kinder großgezogen und war Witwe geworden, als sie nach neuen Aufgaben suchte. Zu einem Klassentreffen kam eine Freundin aus Amerika. Das war der Anlass für die Anmeldung in der Volkshochschule, um Englisch zu lernen. Ein Computerkurs sollte folgen. Ihre Kinder waren in der Welt herumgereist und sagten nun zu ihr: „Mutter, jetzt kannst Du weg“. Da spielte der Zufall eine Rolle. In einem Zeitungsausschnitt suchte eine Agentur aus Hamburg eine Aupair-Oma. Mit zwei künstlichen Knien, zwei künstlichen Hüften und Hörgeräten im Ohr bewarb sich Christa Gassmann im Alter von 72 Jahren. Bald darauf kam ein Anruf, dass sie schon sehr bald nach Kanada kommen sollte. Ihre Freundinnen verabschiedeten sie mit den Worten: „Das schaffst Du nie“. Vielleicht waren es gerade diese Worte, die den entsprechenden Impuls zum Durchhalten gaben. Mit klopfenden Herzen machte sie sich auf den Weg nach Winnipeg. Von dort wurde sie mit dem Auto zu ihrem 450 Kilometer entfernt gelegenen neuen Aufenthaltsort abgeholt. In einem kleinen ganz ablegenen Ort traf sie bei einer Familie mit drei kleinen Kindern ein. Sofort stimmte die Chemie mit der Familie und die Kinder akzeptierten die neue Oma. Christa Gassmann wurde zu vielen Festen mitgenommen und so erlebte sie Kanada ganz anders, als wenn ein Tourist Kanada bereist. Bevor sie Deutschland verlassen hatte, waren die Presse und verschiedene Fernsehsender auf sie aufmerksam geworden. Viele Interviews standen an. Ebenso bei ihrer Rückkehr. Zwei Studentinnen schrieben ihre Arbeit über den demografischen Wandel. Für diese Arbeiten stand sie hilfreich zur Verfügung. Jetzt ist sie 79 Jahre alt und wird sicherlich noch viele Vorträge halten. Christa Gassmann schloss ihren Vortrag mit den Worten: „Ich habe in der Schule nur Volksschule, kein Abitur gemacht. Mein Abitur ist das Leben“.